Ist Electronic Commerce sicher für den Kunden? Artikel drucken
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Viele Internetnutzer sind immer noch misstrauisch gegenüber Online-Transaktionen. Unsicherheiten bei der Zahlung über das Internet und Ängste vor möglicherweise hinterlassenen Datenspuren stehen bei den Kunden im Vordergrund. Trotz dieser Vorbehalte wachsen die Umsätze über das Internet weiterhin rasant.
Die Gefahr des Missbrauchs gestohlener Kreditkartendaten im Netz ist relativ gering. Online-Bestellungen entsprechen häufig den traditionellen Mailorder-Geschäften. Da dem Händler bei der Bestellung keine handschriftliche Unterschrift des Kunden vorliegt, trägt der Händler auch das Risiko etwaiger Falschbestellungen. Der Kunde kann bei der Lieferung von nicht bestellten Gütern die Zahlung verweigern. Die Kosten trägt dann der Händler. Von Fachleuten wird argumentiert, dass die Online-Übermittlung von Kreditkartennummern (die häufigste Art der Transaktion im Netz) wesentlich sicherer ist als die Zahlung mit Karte im Restaurant. Es ist wesentlich leichter, einen achtlos weggeworfenen Beleg mit allen Daten aus einem Papierkorb zu fischen, als die Nummer technisch sehr aufwendig aus den Myriaden von Datenpaketen aus dem Internet herauszufiltern.
Schließlich gibt es inzwischen eine Reihe von Sicherheitsfeatures wie z.B. die Verschlüsselung der übertragenen Daten mit Secure Sockets Layer (SSL), die vom Netscape Navigator und vom MS Internet Explorer schon seit Version 2.0 unterstützt wird. Zu erkennen ist SSL daran, dass die Adresse mit "https://" (anstelle von "http://") beginnt bzw. dass beim Netscape Browser links unten der kleine Schlüssel intakt bzw. das Vorhängeschloß geschlossen ist.
Während viele gute Verfahren zum Schutz vor Diebstahl entwickelt werden oder bereits ausgereift sind, schenkt man dem Schutz privater Daten oft noch wenig Aufmerksamkeit. Aber auch darüber sollten Anbieter und Kunden nachdenken: Vertrauen ist gut, Transparenz ist besser!