Animierte Banner stellen prinzipiell die zweite Evolutionsstufe der Banner dar. Die Animation dient zwei Aspekten: erstens soll durch den Einsatz realer Bewegung die Aufmerksamkeit des Betrachters nach der Aktivierungstheorie erzielt werden und zweitens lässt sich durch Animation die recht begrenzte Gestaltungsfläche eines Banners vervielfachen. Die einfachste Form der Animation ist es, mehrere statische Gif-Bilder nacheinander zu zeigen. Beim Einsatz von vier Sequenzen würde sich die Gestaltungsfläche eines Banners vervierfachen. Ferner erhält der Werbende mit dieser Technik die Möglichkeit, einen dramaturgischen Spannungsbogen aufzubauen. Es könnte beispielsweise eine Frage gestellt werden, die erst in einer folgenden Sequenz beantwortet wird und damit die Betrachtungsdauer durch den Nutzer erhöht.
Heutzutage wird zur Realisierung von Animationen im Internet jedoch meist das Grafikformat Flash eingesetzt. Flash (Produkt der Firma Macromedia) gilt zur Zeit als Standard für vektorbasierende Grafiken im Internet. Flash ermöglicht Überblendeffekte, das Bewegen oder „Einfliegen“ von Text- und Bildelementen sowie die Integration von Bewegbildern und Sounds.
Die folgende Abbildung zeigt ein Halb-Banner mit vier Sequenzen im Flash-Format. Die Übergänge wurden fließend realisiert und die Texte nacheinander eingeblendet und bewegt. Diese Effekte lassen sich mit Screenshots jedoch nicht darstellen, weshalb hier das Vorstellungsvermögen des Lesers gefragt ist, auf das wir jedoch vertrauen.
Animiertes Halb-Banner (234x60 Pixel / Flash)
Dieses Beispiel soll kurz näher betrachtet werden, weil es als sehr gelungen anzusehen ist. Eröffnet wird die Werbesequenz mit einer farbfrohen Kinderabbildung, die nach dem Kindchenschema (der/die süße Kleine) die Aufmerksamkeit des Betrachters weckt. Hätte man beispielsweise gleich zu Beginn der Werbesequenz das Produkt abgebildet, so wäre die Aufmerksamkeit geringer ausgefallen. Ferner wird die Werbeidee, eine Parallele zwischen der Kaugummiblase des Kindes und den Airbags des beworbenen Fahrzeugs zu ziehen, als sehr gelungen angesehen, die dem Betrachter ein Schmunzeln abringt und Sympathien für die Marke bringt.
Zur Generierung von Aufmerksamkeit bietet sich nun neben der beschriebenen Möglichkeit, den Inhalt eines Banners zu animieren bzw. zu bewegen, die Möglichkeit an, das Banner selbst zu bewegen. Hier haben sich im Internet speziell zwei Werbemittel etabliert: Flying-Banner und Mouse-Move-Banner.
Flying-Banner Bewegen sich beim Aufbau einer Website über die gesamte Site, um dann an einem vordefinierten Platz zu verharren. Mouse-Move-Banner hingegen bewegen sich immer analog zum Mouse-Zeiger über eine Website. Wird die PC-Mouse bewegt, bewegt sich das Banner. Diese Werbeformen gelten als sehr aufmerksamkeitsstark.