Interaktive Banner stellen die höchste Evolutionsstufe der Banner dar. Interaktive Banner zeichnen sich dadurch aus, das sie dem Nutzer die Möglichkeit bieten, Aktionen innerhalb des Werbemittels auszuführen. Die verbreitetsten Funktionsumfänge sind:
- Integrieren von Schaltflächen, Steuerungsknöpfen und Hyperlinks - Integrieren von Mouse-Over-Funktionen - Integrieren von Pull-Down-Menüs
Mit der Betätigung von Schaltflächen lassen sich Werbemittel beispielsweise ein- oder ausblenden. Beispiele hierfür wären Rollout-Banner und Curtain-Banner. Rollout-Banner sind Voll-Banner (468x60 Pixel), die über einen Steuerungsknopf (EXPAND) verfügen. Betätigt der Nutzer diesen Steuerungsknopf, rollt sich das Werbemittel nach unten über den Content (redaktioneller Teil einer Website) aus und verdeckt diesen. Mit dem Ausrollen vervielfacht sich die Gestaltungsfläche des Werbemittels. Klickt der Nutzer erneut auf den Button >EXPAND<, rollt sich das Werbemittel wieder auf das ursprüngliche Format ein. Die Abbildung 13 zeigt ein Rollout-Banner.
Selbstredend kann der Inhalt des Rollout-Banners animiert werden (sprich die Gestaltungsfläche selber).
Das Curtain-Banner (auch Content Ad) wird im Gegensatz zum Rollout-Banner, welches im AdFrame (definierter Werbebereich im Layout einer Website) platziert wird und sich über den Content ausrollt, direkt im Content-Bereich geschaltet. Dieser feine Unterschied ist sehr gewichtig. Der Nutzer ist an den redaktionellen Inhalten - sprich dem Content einer Website - interessiert und nicht an den Werbeanzeigen im AdFrame. Der Nutzer blendet somit aufgrund des „Reiz-Darwinismus“ den AdFrame mitunter gedanklich aus und nimmt die Werbung nicht wahr. Die Werbetreibenden versuchen daher, die Werbung aus dem AdFrame herauszulösen und direkt in den Content-Bereich und somit in das Betrachtungsfeld der Nutzer zu rücken. Ferner bietet sich durch die direkte Integration einer Werbung in den redaktionellen Teil eine bessere inhaltliche Verbindung mit dem beworbenen Produkt sowie eine exaktere Zielgruppenselektion über den thematischen Inhalt eines Artikels.
Rollout-Banner
Mit dem Seitenaufbau rollt sich das Curtain-Banner wie eine Jalousie über den Content aus und bleibt ausgerollt. Das Werbemittel verfügt über einen Steuerungsknopf. Wird dieser betätigt, rollt sich das Werbemittel bis auf den Steuerknopf ein, dieser bleibt immer sichtbar. Klickt der Betrachter erneut auf den Button, rollt sich das Werbemittel wieder aus. Ferner können mit der Integration von Schaltflächen beispielsweise Bilder und Grafiken gesteuert werden (z.B. Steuern einer 360°-Ansicht).
Das Content Ad ist von der Content Integration zu unterscheiden. Bei der Content Integration handelt es sich um eine Werbung im Content-Frame, die nicht sofort als Werbung zu erkennen ist. Die Werbung erzeugt eher einen redaktionellen Eindruck.
Möglich ist es auch, Hyperlinks zu anderen Websites im Werbemittel zu integrieren. Die neuen Websites öffnen sich jedoch innerhalb des Werbebanners. Auf diese Weise lassen sich ganze Online-Shops innerhalb eines Werbebanners realisieren. Mit dieser Möglichkeit geht der Werbende mit seinen Produkten zum Kunden und holt ihn nicht aus den Weiten des Netzes auf seine Site. Der Nutzer kann in dem Werbemittel agieren, ohne die Werbeträgersite verlassen zu müssen. Ein Werbemittel, das diesen Funktionsumfang bietet, ist das Nanosite-Banner. Nachfolgend wird ein Beispiel gezeigt, in dem die E-Mail-Funktion zur Generierung von Leads in ein Nanosite-Banner integriert wurde.
Nanosite-Banner mit E-Mail-Funktion (468x60 Pixel)
Mit der Integration von Mouse-Over-Funktionen lassen sich durch das bloße Führen des Mouse-Zeigers über das Banner Funktionen auslösen (beispielsweise 360°-Ansichten, Bildwechsel, Überblendungen etc.). Schöne Beispiele hierzu stellen die Werbemittel Transactive-Banner und Scratch-Banner dar.
Beim gezeigten Transactive-Banner eines Telefonanbieters hat der Nutzer die Möglichkeit, sich durch das Führen der Mouse über das Banner über die Telefontarife nach den Klassen regional, national und international zu informieren. Im gezeigten Screenshot ruft der Nutzer die mittlere Distanz „national“ auf.
Transactive-Banner (468x60 Pixel)
Bei dem Scratch-Banner handelt es sich um ein Werbemittel, das vom klassischen Rubbellos abgeleitet wurde und an die Neugier und den Spieltrieb des Betrachters appelliert. Ein Teil des Bildes wird durch eine graue Fläche verdeckt. Der Nutzer kann diesen Bereich des Werbemittels mit der Mouse „freikratzen“. Durch diese starke Einbindung des Nutzers wird ein Low-Involvemet-Werbekontakt zu einem High-Linvolvement-Werbekontakt.
Scratch-Banner (468x60 Pixel)
Die Integration von Pull-Down-Menüs in Werbebanner bieten dem Nutzer einen echten informativen Mehrwert! Der Nutzer kann sich über Börsenkurse, Preise etc. informieren. Ein verbreitetes Werbemittel mit dieser Funktionalität ist das HTML-Banner, hier ein sehr gelungenes Praxisbeispiel eines deutschen Automobilherstellers. Der Nutzer kann innerhalb des Werbebanners nach einem Gebrauchtwagen suchen (Gebrauchtwagenbörse im Werbebanner):