Die Befragten verknüpfen bestimmte Erwartungen an den Einsatz von Web-Services. Zum einen im Hinblick auf die Veränderung von Geschäftsprozessen und zum anderen im Zusammenhang mit dem Markt. Im Hinblick auf die Geschäftsprozesse erwartet die Mehrzahl der Befragten, dass die Anzahl der verfügbaren Anwendungen steigt. Auf Platz zwei der Liste steht die einfache Integration der IT-Systeme gefolgt von der Aussage, dass sich die Geschäftsprozesse deutlich modularer gestalten werden.
Im Zusammenhang mit Veränderungen am Markt schätzen die meisten Befragten, dass vor allem das e-Business von der neuen Technologie profitiert, da neue interessante Funktionen über das Internet angeboten werden können. Innerhalb der Branchen zeichnet sich kein deutlicher Trend bei der Beurteilung ab: jeder Sektor erhofft Verbesserungen im e-Business, kombiniert mit Erwartungen in den Bereichen, die für das eigene Geschäft am wichtigsten sind.
Für das Jahr 2002 beläuft sich die Mehrzahl der Projekte auf ein Volumen unter 1 Million Euro. Allerdings werden bereits im laufenden Jahr einige Großprojekte mit einem Investitionsvolumen zwischen 10 und 50 Millionen Euro in Auftrag gegeben. Besitzen Unternehmen eine Strategie, geben sie mehr Geld für Web-Services aus und setzen auch größere Projekte auf. Aus diesem Grund kann man damit rechnen, dass die Investitionen in den nächsten Jahren steigen: Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit der neuen Technologie. Die Studie zeigt, dass mehr investiert wird, wenn bereits eine ausformulierte Strategie vorliegt.
57 Prozent der Befragten gaben an, dass der Vorstand beziehungsweise die Geschäftsführung das Thema vorantreibt, gefolgt von der IT-Abteilung mit 55 Prozent. Deutlich wurde auch, dass ohne eine klare Strategie eher reagiert als agiert wird: Bei Unternehmen mit einer definierten Vorgehensweise haben Kunden und Lieferanten nur einen geringen Anteil an der Einführung von Web-Services, während der Prozentsatz bei Organisationen ohne Strategie deutlich höher ist.
Die Erhöhung der Flexibilität und Schnelligkeit durch schnelle Anpassung an veränderte Bedingungen im Markt ist das Ziel Nummer 1. An zweiter Stelle steht die Sicherung oder der Ausbau der vorhandenen Geschäftsfelder. Fast ebenso wichtig ist das Ziel, die Geschäftsprozesse zu verbessern und dadurch Kosten einzusparen. Im Vergleich der einzelnen Branchen gibt es nicht das eine Ziel, das alle Befragten gleichermaßen verfolgen. Jedes Unternehmen will die Bereiche verbessern, die momentan die höchste Priorität im Kampf um Marktanteile oder Kosteneinsparungen haben. Industrieunternehmen verfolgen in erster Linie das Ziel, Partner und Zulieferer mit Hilfe von Web-Services leicht und flexibel einzubinden, während beim Handel die Erhöhung der Flexibilität und der Schnelligkeit sowie die Verbesserung der Anpassungsfähigkeit im Vordergrund steht. Der Dienstleistungssektor verfolgt vor allem zwei Ziele: zum einen Flexibilität und Schnelligkeit erhöhen und zum anderen vorhandene Geschäftsfelder sichern und ausbauen.