Viel zu häufig wurde und wird nach wie vor davon ausgegangen, dass wir es bei RFID mit einer Top-Down-Technologie zu tun haben, die zunächst vor allem von den großen Industrie- und Handelsunternehmen eingesetzt wird. Erst allmählich sei zu erwarten, dass RFID-Anwendungen auch zu den mittelständischen und kleinen Unternehmen „durchsickern“. Einfach abwarten war allerdings noch nie ein Erfolgsrezept, wenn es um wegweisende Innovationen geht. Im Gegenteil: Der Mittelstand sollte jetzt einsteigen und sich mit der neuen Technologie vertraut machen.
Es besteht tatsächlich kaum ein Zweifel, dass Großunternehmen auch auf längere Sicht der Motor der Entwicklung bleiben werden. Für die meist mittelständischen Zulieferer großer Handelsketten heißt das: Die Entscheidung pro RFID durch Metro, Rewe oder Wal-Mart erfordert auch bei ihnen die Einführung von RFID-Systemen, um die Anforderungen erfüllen zu können.
RFID kann aber auch als Chance für die eigene Prozessoptimierung genutzt werden. Die Rationalisierungspotenziale durch den Einsatz von RFID in der Logistik, aber auch in der Verwaltung, Wartung und im Service sind beachtlich. Für den Mittelstand geht es dabei nicht allein darum, den Anschluss an die technologische Entwicklung nicht zu verpassen. Mittelständische Unternehmen können es sich nicht leisten, im schärfer werdenden Wettbewerb auf die Kosteneinsparungspotenziale zu verzichten. Darüber hinaus öffnet RFID dem Mittelstand Türen zu intelligenten Lösungen, die bisher aus Kostengründen verschlossen waren. Ein Beispiel sind die komplexen Warenverfolgungssysteme in der Logistik.
Die dynamische Marktentwicklung lässt ausreichend Platz, so dass insbesondere auch kleine und mittelständische Unternehmen gute Wettbewerbschancen haben. Das gilt vor allem für mittelständische Unternehmen mit hoher IT-Kompetenz: Sie haben bei branchenspezifischen Anwendungen hervorragende Aussichten.
2. Wie nutzen kleine und mittelständische Unternehmen die RFID-Technologie?
Die Studie der Wegweiser GmbH „eBusiness-Barometer 2006/2007“ belegt: Neun Prozent der befragten Unternehmen setzen RFID-Lösungen ein bzw. planten, diese umgehend zu implementieren. Unternehmen, die RFID nutzen, verwenden die Technologie derzeit vor allem zur Objektidentifikation und Zugangskontrolle. Für dieses Jahr planen bereits 20 Prozent der befragten Unternehmen den Einsatz – mit 27 Prozent ist der Anteil der Großunternehmen allerdings noch wesentlich größer. Im Mittelpunkt stehen gegenwärtig die Bereiche Lagerverwaltung sowie Wareneingangs- und –ausgangskontrolle, in denen die RFID-Technologie zum Einsatz kommen soll. Die Experten bemerkten im Rahmen ihrer Umfrage auch, dass viele weitere Einsatzmöglichkeiten von RFID noch nicht hinreichend bekannt zu sein scheinen oder nur für einen begrenzten Kreis von Unternehmen von Interesse sind. Es besteht jedoch kein Zweifel mehr daran, dass RFID von zentraler Bedeutung für den technologischen Wandel in Produktion, Logistik und Handel ist. Auch kleine und mittelständische Unternehmen setzen die Technik zunehmend häufiger in der Produktion ein. Dabei geht es neben der Steuerung der Produktion häufig auch um die Qualitätssicherung. Neben der eigentlichen Identifizierung kann dabei in komplexeren Applikationen ein Smart Label auch die Prozessdaten speichern und von einer Bearbeitungsstation zur nächsten übermitteln.
Auch zur Fälschungs- und Diebstahlsicherung wird RFID in KMU eingesetzt. Neben der Pharmaindustrie sind vor allem Ersatzteilzulieferer für die Luftfahrt- und Automobilbranche daran interessiert, ihre Produkte eindeutig zu kennzeichnen und vor Fälschungen zu schützen, um Gefährdungen zu vermeiden. Weithin bekannt ist, dass gefälschte Produkte immense betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Schäden verursachen.
Mit RFID-Chips gekennzeichnete Werkzeuge und Ersatzteile sind darüber hinaus auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen besser vor Diebstahl geschützt. Und nicht zuletzt im Handel sollen RFID-Chips an hochpreisigen Waren dem nicht legitimen Schwund entgegenwirken. Dementsprechend stellt auch der HDE (Hauptverband des deutschen Einzelhandels) fest, dass die RFID-Technologie für den Handel große Bedeutung hat. Sie führe zu einer Effizienzsteigerung in der Wertkette und einer Optimierung von Handelsströmen und -prozessen sowie des Lagermanagements. Produkte könnten besser verfolgt und die Bestandsverwaltung sowie der Kundenservice optimiert werden. Gleichzeitig werde die Produktsicherheit verbessert und die Rückverfolgbarkeit erleichtert. Die Authentizität von Produkten könne garantiert werden. Schließlich seien durch den Einsatz der Technologie, die eine leistungsfähige Alternative zum Barcode darstellt, deutliche Kosteneinsparungen möglich.
3. Welche Potenziale für KMU liegen derzeit noch brach?
Die meisten mittelständischen Unternehmen sind bei weitem noch nicht hinreichend über das Potenzial der RFID-Technologie (und die damit verbundenen Anforderungen) informiert. Dies ist nicht nur in der bereits erwähnten Wegweiser Studie herausgefunden worden, sondern diesen Schluss legen auch die Zahlen aus der eBusiness Mittelstandsstudie von IBM und TechConsult aus dem vergangenen Jahr nahe.
Bei 73 Prozent der Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten heißt es zum Thema RFID kurz und knapp: „Nein, nie gehört.“ Bei den Unternehmen bis 99 Beschäftigten sind es immerhin noch 66 Prozent. Zwar hat sich die CeBIT 2006 als äußerst öffentlichkeitswirksamer Impuls auf die Bekanntheit von RFID positiv ausgewirkt, aber bis zur erfolgreichen Implementierung müssen viele Unternehmen noch ein großes Stück des Innovationswegs hinter sich bringen. Schaffen sie das nicht, droht den kleinen und mittleren Unternehmen das, was wir in den 80er Jahren beim Thema EDI (Electronic Data Interchange) erlebt haben. Beispielsweise in der Automobilindustrie war es so, dass hinterher viele Zulieferer für jeden ihrer großen Kunden ein eigenes System betreiben mussten, weil es mit der Standardisierung hakte. EDI war zwar ein großes Rationalisierungsthema – nur die kleinen Unternehmen hatten aus diesem Grunde nichts davon.
Auffallend ist, dass KMU viel seltener einen Wert der RFID-Technologie für das eigene Unternehmen erkennen können als die größeren Unternehmen. So verwundert ein Ergebnis der AberdeenGroup nicht, dass 60 Prozent der KMU RFID einsetzen werden, weil sie hierzu von ihren Kunden mandatiert worden sind. In größeren Unternehmen sind es lediglich 24 Prozent, die sich zu dieser Technik „gedrängt“ sehen.
Zwei Gruppen von KMU machen mir am meisten Sorgen. Die einen sind noch in einer „Wait and see“ Haltung und tun nichts. Die anderen sehen sich gezwungen, RFID einzusetzen und tun gerade das nötigste. In den USA gibt es für diese „Strategie“ schon eine treffende Bezeichnung. „Slap and Ship“ heißt folgendes: Die RFID-Tags werden auf Paletten und Umverpackungen geklebt, unmittelbar bevor die Waren ausgeliefert werden. Das große Potenzial dieser Technik, z.B. zur besseren Lagerverwaltung, wird nicht ausgeschöpft. Das Unternehmen bleibt lediglich auf den Kosten sitzen.
4. Wie wirkt sich die Einführung von RFID-Applikationen auf die Wettbewerbsfähigkeit von KMU aus?
Wenn RFID richtig angepackt wird, verspricht es einen Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen – das ist nicht allein meine Meinung, sondern die zahlreicher Experten und Praktiker. Allerdings sollten mittelständische Unternehmen die Entscheidung über eine Einführung der Technik nicht auf die lange Bank schieben. Sonst verpassen sie einerseits den Anschluss an die technologische Entwicklung und können andererseits die Kosteneinsparungspotenziale von RFID nicht für sich nutzen.
Kurzfristig ist RFID vor allem eine Rationalisierungstechnologie, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sichert, betont dementsprechend auch der VDI/VDE in seiner aktuellen Studie im Auftrag des BMWI „RFID Potenziale für Deutschland“. Was die Wettbewerbsfähigkeit angeht, kommt es aber nicht zuletzt darauf an, die mittel- und langfristigen Perspektiven in den Blick zu nehmen. Erst dann wird die Funkidentifikation ihr Potenzial voll entfalten können und den Anwendern das Angebot neuer Produkte und Dienstleistungen ermöglichen. „Sie trägt damit nachhaltig zur Stärkung der Innovationskraft deutscher Unternehmen bei“, zeigen sich auch die Experten des VDI/VDE überzeugt.
Mittelfristig entwickelt sich RFID in wesentlichen Branchen der deutschen Wirtschaft zu einer Querschnittstechnologie: In den RFID-relevanten Unterkategorien des produzierenden Gewerbes, des Handels und des Verkehrs sowie der privaten und öffentlichen Dienstleister werden nach Schätzung des VDI/VDE im Jahr 2010 acht Prozent der Bruttowertschöpfung durch RFID beeinflusst, während dies im Jahr 2004 erst 0,5 Prozent waren. Das entspricht einer Verzwanzigfachung von etwa 3 Mrd. Euro RFID-beeinflusster Wertschöpfung im Jahr 2004 in diesen Branchen auf ca. 62 Mrd. Euro im Jahr 2010.
Ohne Zweifel: Derzeit sorgen in vielen Unternehmen zunehmend die Lieferanten bzw. Kunden für den notwendigen Druck, eigene RFID-Kompetenz aufzubauen. Von der Reaktion vor allem der kleinen und mittelständischen Unternehmen auf diese Forderung wird in hohem Maße deren Wettbewerbsfähigkeit abhängen. So spielt z.B. die RFID-Fähigkeit von Unternehmen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Auswahl von Akteuren in der Zulieferindustrie. Die Potenziale von RFID für den produzierenden Mittelstand liegen nicht nur in der Verbesserung der Produktionslogistik, sondern auch darin, Kundenanforderungen wirtschaftlich erfüllen zu können. Die Wettbewerbsfähigkeit wird genau dann optimal gesteigert, wenn unternehmensspezifische Einsatzmöglichkeiten kritisch hinterfragt werden und ein genau an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens und seiner Kunden angepasstes, d.h. ein maßgeschneidertes RFID-Konzept entwickelt wird.
5. Welche Faktoren hindern die Entwicklung?
Die an die RFID-Technologie geknüpften Erwartungen sind hoch gesteckt. Um sie zu erfüllen müssen insbesondere aus der Sicht von KMU einige Hindernisse überwunden werden. Die Ergebnisse einer vom Bremer BIBA durchgeführten Studie über den Einsatz von RFID in KMU zeigte dies eindeutig. Nach Meinung der hier befragten Unternehmen sind die wichtigsten Hindernisse die Kosten, die mit einer RFID-Implementierung verbunden sind. Immerhin 72 Prozent halten die Kosten für RFID-Transponder für zu hoch, während ca. 54 Prozent die Implementierungskosten bei einer RFID-Einführung als Haupthinderungsgrund sehen.
Ein weiteres interessantes Ergebnis dieser Studie ist sicherlich die Tatsache, dass 37 Prozent der befragten Unternehmen ein Informationsdefizit über die RFID-Technologie insgesamt beklagt. Dies zeigt gerade vor dem Hintergrund der großen Potenziale dieser Technologie und der Vielzahl an Ansätzen, Veröffentlichungen und Veranstaltungen zum Thema RFID noch weiteren Handlungs-, Informations- und Forschungsbedarf auf, besonders im Hinblick auf die speziellen Anforderungen und Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen. Darüber hinaus wurde aber auch ein Informationsdefizit in Bezug auf die RFID-Technologie und die speziellen technischen und prozessrelevanten Anforderungen ihrer Implementierung festgestellt.
Nicht vergessen werden darf in diesem Zusammenhang, dass auch das Thema Standards für die Ausbreitung der RFID-Technologie eine große Rolle spielt. In der RFID-Umfrage, die das FTK gemeinsam mit dem Informationsforum RFID und dem AIM im vergangenen Jahr durchgeführt hat, schätzten 95 Prozent der Befragten die Existenz verlässlicher Standards als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ ein. Hier wird in Zukunft ein wichtiges Aktionsfeld für alle Beteiligten in Wirtschaft und Politik liegen.
Als weiterer Aspekt mit ebenfalls sehr hoher Relevanz erwies sich die „Akzeptanz beim Kunden“, die von 91 Prozent der Befragten als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ genannt wird. An diese beiden Spitzenreiter in der Bedeutung bei der Rangfolge der Erfolgsfaktoren halten die „Innovationsbereitschaft der Anwender“ (88%) und die „Akzeptanz bei Mitarbeitern“ (73%) durchaus noch Anschluss. Dagegen kommt in dieser Einschätzung den Faktoren „Ausbreitung von EDI-Systemen“ eine mittlere und der „staatlichen Förderung“ eine deutlich unwichtige Rolle zu.
Wird die Frage direkt nach den Hindernissen gestellt, präzisiert sich das Bild. Die beiden schmerzhaftesten „Pain Points“ stellen eindeutig „zu hohe Kosten“ (87%) und „unklare Nutzenpotentiale“ (88%) dar. Offensichtlich sieht die Branche hier durchaus selbstkritisch, dass an der Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle, die die Anwenderunternehmen überzeugen, noch kräftig gearbeitet werden muss. Vor diesem Hintergrund kommt dem von 62 Prozent der Befragten als Hindernis von zumindest mittlerer Bedeutung wahrgenommenen „Mangel an Fachkräften“ oder der „mangelnden Produktverfügbarkeit“ (47 %) weitaus geringere Bedeutung zu.
6. Nach den Ergebnissen internationaler Studien u.a. der OECD, hängen Produktivitätsentwicklung und Wachstum eines Landes wesentlich davon ab, in welchem Umfang in die neuesten Informations- und Kommunikationstechniken investiert wird. Kann RFID einen entscheidenden Hebel zur Steigerung der Produktivität darstellen und damit wesentlich zu einem technologisch getriebenen Strukturwandel beitragen?
Beim Thema RFID geht es nicht mehr um bloße Spekulationen über Zukunftspotenziale. Praktisch unbemerkt von der öffentlichen Diskussion hat sich Deutschland schon 2006 bei den RFID-Investitionen europaweit an die Spitze gesetzt. Gerechterweise muss man sagen, dass Großbritannien mit 22 Prozent und Frankreich mit 21 Prozent etwa gleichauf liegen. Rechnerisch bleibt für den Rest von Europa dann nicht mehr viel übrig. Es wundert also nicht, dass erst mit Abstand Spanien mit neun und Italien mit acht Prozent Marktanteil folgen. Wichtig ist, dass unsere Unternehmen diesmal die Chance erkannt haben. Investitionen wurden rechtzeitig getätigt, um sich alle Optionen auf Wettbewerbsvorsprünge offen zu halten.
Investitionsmotor in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ist zurzeit zweifellos der Handel. 229 Millionen € wurden 2005 in Deutschland vom Handel in RFID investiert. Entscheidender sind jedoch die Wachstumsperspektiven. Allein im Handelssegment werden wir in den nächsten drei Jahren jährliche Wachstumsraten von über 35 Prozent haben.
Weitere Branchen werden schnell folgen. Das Einsatzspektrum von RFID ist praktisch unbegrenzt. Es ist also jetzt schon klar, dass RFID seinen Beitrag zur Beschleunigung der Binnenkonjunktur leisten wird. Was die IT-Branche angeht, so werden sich auch hier mittelständische Unternehmen gut positionieren können. RFID ist ein Thema, das viel Branchen-Know-how und spezifisches Anwendungswissen erfordert. Standardisierte Lösungen sind nur begrenzt möglich. Schon heute haben zahlreiche Unternehmen einen deutlichen Know-how-Vorsprung erreicht, der sich auch in Exporte umsetzen lässt.
Nicht weniger wichtig ist, dass RFID die Produktivität auch in Branchen nach oben treibt, die bisher hier noch Aufholbedarf haben. Dies gilt für alle Bereiche des Dienstleistungssektors. Hier wird sich letztlich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft entscheiden.
Das Thema RFID ist jetzt dahin gekommen, wo es hingehört. Diese neue Technologie zählt zu den entscheidenden Faktoren, wenn es um Produktivität, Wachstum und Beschäftigung geht.
7. Welchen Beitrag kann RFID zur Steigerung der Wertschöpfung leisten?
Eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Effekte der RFID-Einführung liegt derzeit nicht vor. Auf Basis heute verfügbarer Daten schätzt der VDI/VDE aber, dass der Anteil der RFID-beeinflussten Bruttowertschöpfung in den relevanten Wirtschaftsbereichen bereits mittelfristig stark steigen wird. Bis zum Jahr 2010 erwarten die Experten für die RFID-relevanten Bereiche des produzierenden Gewerbes, des Handels und Verkehrs sowie der öffentlichen und privaten Dienstleister mit einer Bruttowertschöpfung von 764 Mrd. Euro einen RFID beeinflussten Anteil von etwa 62 Mrd. Euro im Vergleich zu einem Anteil von gut 3 Mrd. Euro im Jahr 2004 bei einer Bruttowertschöpfung in Höhe von 654 Mrd. Euro. Dies wird als ein deutliches Indiz dafür gewertet, dass RFID schon mittelfristig eine Rolle als bedeutende Querschnittstechnologie einnehmen wird.
In der volkswirtschaftlichen Bilanz hinsichtlich der RFID-Technologie steht dem Verlust von Arbeitsplätzen die Schaffung neuer Arbeitsplätze gegenüber. Dabei ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass eine vollständige Kompensation erreicht werden kann, da die Fertigung von RFID-Komponenten und -Systemen ihrerseits in weitgehend automatisierten Prozessen erfolgt. Davon zeigen sich die VDI/VDE Experten überzeugt. In ihrer Bilanz ist daher absolut ein Verlust von Arbeitsplätzen zu erwarten. Diese Bilanz soll allerdings in Zukunft teilweise dadurch ausgeglichen werden, dass nach 2010 bei den Anwendern neue Arbeitsplätze durch die Effekte zweiter Ordnung entstehen. Nicht vergessen sollten wir darüber hinaus - in Übereinstimmung mit den VDI/VDE-Experten - den durch RFID ermöglichten Produktivitätszuwachs, der sich positiv auch auf die sozialen Sicherungssysteme auswirkt.
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