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Intel Communications Group

WiMAX: Breitband wird drahtlos

21.10.2004 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

Welches Netz wird uns letztendlich mit den mobilen Diensten der Zukunft verbinden? Die Antwort lautet: alle. Statt sich monolithisch in eine einzige Richtung zu bewegen, entwickelt sich der Mobilfunkmarkt von einem Geflecht individueller Netzwerke zu einem integrierten drahtlosen Netz, das alle Standards umfasst. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Bedürfnissen der Anwender. Ein Jugendlicher nutzt mobile Netze anders als ein Geschäftsreisender, eine große Firma hat andere Ansprüche als ein Freiberufler. Ein einziger Standard reicht deshalb nicht mehr aus, um den vielfältigen Anwendungsszenarien gerecht zu werden. Stattdessen müssen Standards wie WLAN, WiMAX und UMTS kooperieren und sich nicht im Konkurrenzwettstreit aufreiben.

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1 WiMAX: Breitband wird drahtlos
2 Was steckt dahinter?

Bei der Konvergenz der Netzwerke spielt WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) eine treibende Rolle. Ende Juni 2004 verabschiedete das Gremium IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) den Standard 802.16-2004, der inzwischen als WiMAX bekannt ist. Er definiert eine Technik, um Funk anstelle von Kabeln als Übertragungsmedium in Nahverkehrsnetzen zwischen Internet-Provider und Kunde einzusetzen. WiMAX ist für eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von 70 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) über Entfernungen von bis zu 50 Kilometern spezifiziert. Das entspricht annähernd der heute gängigen Fast-Ethernet-Verkabelung (100 Mbit/s) in Unternehmen.

Als großer Bruder von WLAN ist WiMAX gerade für Unternehmen eine sehr interessante Technologie, um drahtloses Breitband flächendeckend einzurichten. Während drahtgebundene DSL-Lösungen nur bis zum Stadtrand reichen, können Netzbetreiber mit wenigen WiMAX-Funkantennen selbst in ländlichen und unzugänglichen Regionen schnell, kostengünstig und ohne zeitaufwändige Verkabelung ein Breitbandnetz aufbauen. Darüber hinaus ist die Netzanbindung mit WiMAX beispielsweise auch die optimale Lösung für Messezentren, für die nur temporär großen Bedarf an Breitband haben.

Auch für mittelständische Unternehmen lassen sich für den Einsatz von WiMAX Szenarien vorstellen: Viele Firmen verfügen über räumlich getrennte Abteilungen, beispielsweise über Produktionshallen und ein Verwaltungsgebäude oder ein Logistikzentrum und Büros. Liegen diese nicht auf dem gleichen Gelände, ist die Verkabelung der einzelnen Standorte, um sie ans Firmennetz anzubinden, sehr aufwändig und teuer. Mit der WiMAX-Technologie können Unternehmen nun Standorte, die etliche Kilometer (je nach Bebauungsdichte bis zu 50 Kilometer) entfernt sind, drahtlos miteinander verbinden. So können auch Unternehmen mittlerer Größe schnell auf Änderungen reagieren.

Im Moment arbeiten Komponenten- und Gerätehersteller an ersten nach WiMAX standardisierten Produkten. Das WiMAX Forum, ein Konsortium von Technologieunternehmen wie Intel, Alcatel oder Siemens mobile, testet und zertifiziert WiMAX-Produkte, um deren Interoperabilität im Nahverkehrsnetz sicherzustellen. Auf dem Intel Developer Forum (IDF) Anfang September hat Intel bereits erste Muster seines WiMAX-Chips für Basisstationen mit dem Namen "Rosedale" vorgestellt. Erste Produkte mit Intel-Chips werden voraussichtlich 2005 zertifiziert.

Doch die Entwicklung geht weiter: Mit der wachsenden Leistungsfähigkeit und dem Funktionsumfang von Notebooks steigt auch der Bedarf an mobilen Datendiensten. Das wird das Wachstum von Hotspots und schnellen Mobilfunknetzen weiter beschleunigen. Als logische Konsequenz wird die nächste Stufe mobiler Datenkommunikation durch WiMAX gezündet. Geht die Entwicklung planmäßig voran, können wir laut Paul Otellini, President und COO von Intel, bereits im Jahr 2006 mit den ersten WiMAX-Notebooks rechnen. Bereits ein Jahr später werden Handys und PDAs mit WiMAX auf den Markt kommen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird WiMAX einen ähnlichen Stellenwert erreicht haben wie heutzutage WLAN, und ebenso wie WLAN wird WIMAX am besten nutzbar sein, wenn man es im Zusammenhang mit anderen mobilen Technologien wie Bluetooth, WLAN und UMTS verwendet.

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Inhalt:
Aufbruch ins Mobility-Zeitalter  Teil 1 WiMAX: Breitband wird drahtlos
 Was steckt dahinter? Teil 2 Was steckt dahinter?


 

 

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