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B2C: Mehr Macht für Multis
24.07.2000 | Artikel drucken
Trotz Krisenstimmung in der Dotcom-Szene ist der Umsatzaufschwung der E-Tailer auch in näherer Zukunft nicht zu bremsen.
Nur die Frage von wem und womit das Geschäft im Web gemacht wird, könnte dabei möglicherweise anders beantwortet werden: Die amerikanische Giga Information Group geht davon aus, dass vor allem die Multichannel-Anbieter an Boden gewinnen werden. Obwohl die Dotcoms auch weiterhin eine feste Größe im E-Tailing bleiben würden, könnten diese bis 2004 nur noch rund 21 Prozent der amerikanischen Online-Einzelhandelsumsätze für sich verbuchen. Rund zwei Drittel hingegen fließen nach Sicht der Auguren in die Kassen der bricks-and-mortars' - eine Relation, die sich 1999 noch umgekehrt darstellte. Weiter sei davon auszugehen, dass zunehmend andere Produkte über die virtuellen Ladentische gehen: Standen 1999 Bücher, Musik, Reisen, Auktionen und IT noch für mehr als 75 Prozent der Online-Umsätze, seien nunmehr Autos, Spielsachen, Geschenke, Häuser oder Versicherungen an der Reihe: Bis 2004 werden demnach Auto- und Lebensmittelumsätze das Geschäft mit Reisen und Computern zahlenmäßig hinter sich lassen. Insgesamt erwartet Giga Umsatzsteigerungen im B2C-Bereich von 25 Milliarden US-Dollar in 1999 auf 152 Milliarden Dollar bis 2002, die sich dann 2004 auf 233 Milliarden Dollar summieren werden. Das entspräche einem Umsatzanteil des E-Commerce von 3 Prozent am gesamten amerikanischen Einzelhandel.
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