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Email-Spamming kann teuer werden
31.07.2000 | Artikel drucken
Die amerikanische Rechtsprechung weist Trittbrettfahrer in die Schranken.
So wurden dem amerikanischen Online-Auktionär eBay 1,2 Millionen US-Dollar im Ergebnis eines Prozesses gegen die Firma ReverseAuction.com zugesprochen. ReverseAuction hatte sich durch die Registrierung bei eBay Zugang zu den User IDs und Mailaccounts von eBay-Nutzern beschafft und diese dann für "unerbetene und irreführende" Mailings weiterverwendet: Den eBay-Kunden wurde nicht nur mitgeteilt, dass ihre User IDs in Kürze ihre Gültigkeit verlieren würden, sondern auch die Registrierung bei der Konkurrenz nahegelegt. Der Prozesserfolg wird von eBay als "wichtiger Sieg für den Schutz der Privatsphäre im Internet" interpretiert. Im übrigen ist ReverseAuction nicht der einzige Trittbrettfahrer, den eBay gern abschütteln möchte: Ein weiterer Prozess ist gegen das Auktionsportal Bidder's Edge im Gange, das die Seiten von eBay mit einem Robot durchforstet, um die Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen auf der eigenen Site vergleichend darzustellen. eBay beklagte sich über die Beeinträchtigung seiner Performance durch den Eindringling und erwirkte mit diesem Argument unlängst eine einstweilige Verfügung. Noch aber ist offen, ob die Entscheidung von Bestand ist oder im Interesse größerer Transparenz für den Verbraucher wieder aufgehoben wird.
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