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Internet-Kids: Heute Napster, morgen Finanzdienstleister
30.10.2000 | Artikel drucken
Besonders beliebt bei jugendlichen Surfern sind Seiten von Entertainment-Anbietern wie Napster, um sich die neuesten Hits downzuloaden. Doch die heute 16- bis 22-jährigen werden mit zunehmendem Alter diese Angebote immer weniger nachfragen und sich verstärkt den Internet-Seiten von Finanzdienstleistern zuwenden.
Dies ist zumindest das Ergebnis einer neuen Studie von Forrester. Gegenwärtig ist Online-Musik zwar für die Heranwachsenden die Welt, um die sich alles dreht. Doch die junge "Internetgeneration" wird nach Ansicht der Auguren ihre Interessen sehr schnell auf Leistungen wie Online-Investment, -Versicherungen oder Kredite verlagern. Schon jetzt zeigt die Internetgeneration zaghaft ihr finanzielles Potential, doch wird sie sich sehr schnell zu einem bedeutenden Markt entwickeln. So erledigen heute etwa ein Drittel der Jugendlichen ihre Bankgeschäfte online, ein Viertel bezahlt via Netz die Rechnung und 55% der Jugendlichen mit einem Brokerage-Konto wickeln ihre Aktien- und 12% ihre Fonds-Geschäfte über einen Online-Dienst ab. Insbesondere ihr Vertrauen zum Internet wird maßgeblichen Einfuß auf die finanziellen Entscheidungen haben, so dass das Netz bei der Informationsbeschaffung und bei Transaktionen eine zentrale Rolle spielen wird. Auch scheint diese Generation risikofreudiger zu sein als ihre Eltern. Weniger als 23% gaben an, nur ungern Investitionsrisiken auf sich zu nehmen, und Internetfirmen kommen rund viermal häufiger mit ihnen ins Geschäft als mit Erwachsenen.
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