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Mittelstand macht Umsatz mit eBusiness
15.01.2001 | Artikel drucken

Schon heute erzielt jedes vierte mittelständische Unternehmen in Deutschland einen Teil seines Umsatzes im elektronischen Handel. Bis zum Jahresende 2003 will bereits jeder zweite Mittelständler Geschäfte über das Internet abschließen.

So lauten die markanten Ergebnisse des eEurope Report, den Infratest Burke im Auftrag von Nextra erstellt hat. Der elektronische Handel boomt: Zwar zeigen sich kleine und mittelständische Unternehmen in Punkto E-Commerce hierzulande im europäischen Vergleich am zögerlichsten, doch sind dafür die Erwartungen an den Internethandel am größten. Gegenwärtig erwirtschaften 21 Prozent der deutschen Mittelständler mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes auf elektronischem Wege und bis Ende 2003 wollen bereits 34 Prozent der befragten Unternehmen diesen Umsatzanteil über das Internet erzielen.

74 Prozent der kleinen und mittelständischen Firmen stehen dem weltweiten Netz als Handelsplatz heute noch skeptisch gegenüber, doch diese Zahl wird sich in den nächsten drei Jahren halbieren. Dies bestätigt die europaweite Einschätzung: In keinem anderen Land Europas gilt der elektronische Handel als so etabliert wie in Deutschland. Von den im Rahmen der Studie befragten 1215 Managern und Vorständen europäischer Mittelstandsunternehmen halten 23 Prozent die Bundesrepublik im Bereich E-Commerce für am weitesten vorangeschritten, gefolgt von Großbritannien (20 Prozent) und Schweden (neun Prozent). Platz vier und fünf belegen Frankreich (fünf Prozent) und die Niederlande (vier Prozent).

Als größtes Manko des Internets sehen die Entscheidungsträger in kleinen und mittelständischen Unternehmen vor allem die mangelnde Sicherheit der finanziellen Transaktionen. Nur einer von drei Befragten in Deutschland bewertete das World Wide Web als sicher. Dennoch zeigt sich der deutsche Mittelstand auch Innovationen gegenüber aufgeschlossen: Sechs Prozent aller befragten Unternehmen nutzen bereits heute das Internet für Ferngespräche (Voice over IP – VoIP) und weitere 40,3 Prozent planen dies in naher Zukunft einzusetzen. Zwei Unternehmen (2,6 Prozent) bieten bereits heute M-Commerce-Dienste an, weitere 18 (23,4 Prozent) wollen in den nächsten beiden Jahren folgen.

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