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Mittelstand: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?
23.03.2001 | Artikel drucken

Dass sich in Deutschland die mittelständisch ausgerichteten Unternehmen mit eBusiness noch etwas schwer tun, liegt nicht so sehr an den technologischen oder finanziellen Rahmenbedingungen, sondern vielmehr an den oft fehlenden, ganzheitlichen eBusiness-Strategien.

Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Beratungsgruppe Plaut durchgeführte Studie, in der rund 400 Unternehmen zum Thema eBusiness befragt wurden. Für 90% der befragten Unternehmen hat eBusiness eine große strategische Relevanz, wobei mehr als 40% den durchgehend digital gestützten Geschäftstätigkeiten eine "besonders hohe" Priorität einräumen. Die meisten versprechen sich davon Wettbewerbsvorteile und einen Ausbau der eigenen Marktposition (81%). 72% sind davon überzeugt, dass sich mittels eBusiness die Kundenorientierung erheblich verbessern lässt.

Die größten Nutzungspotenziale werden jedoch von einer internet-gestützten Zusammenarbeit und Kommunikation mit Partnern (91%) sowie im Bereich eProcurement (85%) gesehen. Obwohl bereits 97% aller befragten Unternehmen einen eigenen Internet-Auftritt haben, gehen die bislang eingeleiteten Maßnahmen selten über die Einrichtung einer eigenen Homepage hinaus. Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen schon über die neuen Kanäle vertreiben, erzielen bislang kaum nennenswerte Umsätze.

Der Optimismus ist jedoch groß: Immerhin glauben 40% der Unternehmen, dass sich der Umsatzanteil aus dem Internet in den nächsten fünf Jahren auf bis zu 10% des Gesamtumsatzes erhöhen wird. Vereinzelte Firmen wollen sogar bis zu 60% ihres bisherigen Gesamtumsatzes über virtuelle Vertriebskanäle generieren. Den Unternehmen ist durchweg (93%) bewusst, dass sie das Nutzungspotenzial des eBusiness noch lange nicht ausgeschöpft haben. Und so besteht auch immer noch eine hohe Investitionsbereitschaft in den Auf- und Ausbau von eBusiness-Lösungen.

Die Studie "E-Business im Mittelstand" kann unter www.plaut.de kostenlos angefordert werden.

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