|
eKataloge im Aufwind
25.04.2001 | Artikel drucken
Immer mehr Produkte finden über elektronische Kataloge ihren Weg zum Kunden - ein gutes Geschäft auch für die Anbieter der entsprechenden Software.
Datenbankanwendungen, die Produktpaletten für einen Online-Bestellvorgang zur Verfügung stellen, steht eine profitable Zukunft bevor. Laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan sollen die europäischen Umsätze in der Branche von 122 Millionen US-Dollar im Jahr 2000 auf 4,04 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 klettern. E-Catalogue-Management heißt das Stichwort, unter dem Dienstleistungen und Software zur Erstellung, Publikation und Pflege solcher Kataloge zusammengefasst werden.
Gegenwärtig liegen die Dienstleistungen rund um Kataloge bei den Umsätzen noch vorn. Dieses Segment wird weiter wachsen, vor allem dort, wo umfangreiche Inhalte in hoher Qualität verwaltet werden müssen. So lassen etwa große Einkaufsorganisationen die Kataloge ihrer Zulieferer in elektronische Form überführen, um dort über Internet bestellen zu können. In Zukunft werden allerdings mehr und mehr Zulieferer selbst die Verantwortung für die Aufbereitung und Verwaltung ihrer Daten übernehmen. Darüber hinaus verzeichnet die Studie einen Trend weg von der Durchführung des E-Catalogue-Managements durch Dritte und hin zum Erwerb von E-Catalogue-Management-Software. Zunehmend wird die Technologie auch über ASPs angeboten. Am stärksten wachsen wird allerdings das Segment der E-Catalogue-Management-Software und seinen Marktanteil bis 2007 auf 57,4 Prozent ausbauen.
Die Wiederverkäufer von E-Catalogue-Inhalten profitieren derzeit von zwei Aspekten: Einerseits sind Einkäufer und Betreiber von Marktplätzen bestrebt, eine „kritische Masse“ von Kataloginhalten in ihren Datenbanken zu versammeln; andererseits betrachten Zulieferer diesen Weg als kostengünstige Möglichkeit zum Einstieg in den E-Commerce. Wachstumshemmend wirken Bedenken der Zulieferer wegen möglicher Einschränkungen für ihre Inhalte und ihre Markenpolitik.
Probleme bereitet nach Eduardo Gonzalez, Research Analyst bei Frost & Sullivan, die bisher unzureichende Standardisierung. Die Wettbewerber müssen enger mit den Anbietern der B2B-Infrastruktur zusammenarbeiten, um deren spezifischen E-Commerce-Standards entsprechen zu können. Frost & Sullivan erwartet eine wachsende Zahl von Partnerschaften und strategischen Allianzen. Funktionalität und die Fähigkeit, umfassende Lösungen anbieten zu können, sind wichtige Wettbewerbsfaktoren
Artikel drucken
|