Mittlerweile gehören sieben von zehn eMails in die Kategorie "nicht erwünscht". Aber geöffnet werden Spam-Mails doch noch so oft, dass es sich für die Versender lohnt.
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Im Durchschnitt erhalten kanadische Internetnutzer derzeit 197 eMails pro Woche, das sind 60 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Fast 70 Prozent davon sind nicht erwünschte Werbung: 134 eMails pro Woche resultieren in einer stolzen Gesamtsumme von 6.968 Junkmails pro Jahr. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie "eMail Marketing 2004: Being Heard Above the Noise" von Ipsos Reid und Forge Marketing.
Zwei Drittel der Spam-Empfänger sind standhaft: Sie löschen die betreffenden Nachrichten unbesehen. Trotz der öffentlichen Entrüstung über die Belästigung räumt aber immerhin ein Drittel der befragten Online-Kanadier ein, in der vergangenen Woche Spam-Nachrichten geöffnet zu haben. Die Zahl ist sogar von fünf pro Woche im Jahr 2002 auf aktuell sieben pro Woche gestiegen. Als häufigste Begründungen für das Öffnen der Spam-Mails werden angegeben: "Neugier" mit 60 Prozent, "dachte, es wäre eine legitime Nachricht" mit 40 Prozent und "wollte mehr über das Produkt erfahren" mit 37 Prozent.
Und die Spammer werden nachhaltig ermutigt, weiterhin ihre unerwünschten Nachrichten zu versenden. Denn es bleibt nicht nur beim Lesen. Tatsächlich haben 22 Prozent der Befragten schon einmal eine in einer Spam-Mail beworbene Website über den angegebenen Link besucht, betont Steve Mossop von Ipsos-Reid. 16 Prozent beteiligten sich an einem Gewinnspiel, das durch eine nicht erwünschte eMail angekündigt wurde. Und ein Prozent hat sogar schon einmal ein Produkt gekauft, das zuvor per Spam beworben wurde.