Wenn Verbraucher Bedenken beim Online-Shopping haben, dann ist es häufig eine Vertrauensfrage. Gütesiegel sollen für Abhilfe sorgen.
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So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich der elektronische Geschäftsverkehr in der EU noch nicht durchgesetzt hat und nur 16 % der Bürger bislang diese Möglichkeiten nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Eurobarometer-Umfrage der Europäischen Kommission.
Laut Kommissionsmitglied David Byrne ist die Schaffung eines florierenden elektronischen Geschäftsverkehrs lebenswichtig für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Dabei gibt es innerhalb der EU durchaus größere regionale Unterschiede.
Mangelndes Vertrauen ist nicht der einzige Faktor, der die Verbraucher in der EU vom Online-Einkauf abhält. Viele Menschen ziehen es vor, in ein Geschäft zu gehen und die Waren, die sie erwerben möchten, physisch auszuwählen (55 % derjenigen, die nicht am elektronischen Geschäftsverkehr interessiert sind, gaben dies als Hauptgrund an). Dennoch ist Vertrauen wohl ein entscheidender Faktor in der Einstellung der Verbraucher gegenüber dem Internet: So melden 25% derjenigen, die den elektronischen Geschäftsverkehr nicht nutzen, entsprechende Bedenken an und äußern vor allem Skrupel gegenüber digitalen Zahlungssystemen. Auch zeigen sich die Verbraucher hinsichtlich der Zuverlässigkeit von Informationen, die sie im Internet erhalten (44 % derjenigen, die eCommerce nicht nutzen), eher skeptisch.
Die Umfrage bestätigt die Ergebnisse einer von der Kommission im Januar veröffentlichten Studie einer Fokusgruppe, wonach Verbraucher der Ansicht sind, dass Verhaltenskodizes und/oder Gütezeichen ein wirksamer Weg sein können, ihr Vertrauen in den elektronischen Geschäftsverkehr zu fördern. 50 % der befragten Verbraucher, die über Gütezeichen-Systeme Bescheid wussten, sagten, sie hätten größeres Vertrauen in damit gekennzeichnete Sites. Dennoch sind derzeit nur 10 % der Verbraucher mit dem Konzept der Gütezeichen vertraut.