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RFID - Rationalisierungschancen mit hohen Kosten
17.03.2004 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

Großangelegte Projekte rund um die kleinen Tags zur berührungslosen Identifikation von Waren, Verpackungen und Paletten per Funk sind derzeit angesagt. Es geht um die betriebswirtschaftlichen Chancen und Risiken.

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Eine erste Untersuchung zu RFID-Projekten in Deutschland resultiert in einer gemischten Bilanz. Große Handelsketten und Logistiker seien im Vorteil, Herstellern und Lieferanten des Handels drohten hohe Kosten, so die Experten von Soreon Research. Unter dem Titel "Kassensturz: RFID - Was es wirklich bringt" haben sie die Wirtschaftlichkeit von RFID-Projekten anhand von fünf Fallbeispielen genauer unter die Lupe genommen: die Filiale eines Warenhauses, die Filiale eines Vollsortiment-Supermarktes, das Distributions-Zentrum eines Logistikunternehmens, das Produktionszentrum eines Textilherstellers und das Produktionszentrum eines Nahrungsmittel-Herstellers.

Die größten Vorteile verspreche der RFID-Einsatz für Warenhäuser, so Steffen Binder von Soreon. Seiner Einschätzung nach könnten in weniger als einem Jahr die Kosten der Investition durch Einsparungen und Mehrumsätze wieder hereingeholt werden. Eine positive Bilanz zieht er auch für die Fallbeispiele Supermarkt-Filiale und Distributionszentrum. Immerhin erziele der Supermarkt einen Return on Investment von 60 Prozent. Nach weniger als zwei Jahren habe sich die Investition amortisiert. Das Distributionszentrum eines Logistikunternehmens benötige dafür circa vier Jahre. Kritisch sieht Binder die Einführung von RFID bei Produzenten. Da die derzeit noch um die 50 Eurocent pro Stück teuren Transponder im Produktionsprozess angebracht werden müssten, würden die Hersteller die Kosten tragen, während der Handel die Vorteile durch RFID habe.

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