Immer mehr europäische Verbraucher nutzen grenzüberschreitende eCommerce-Angebote. Nicht immer klappt dabei alles reibungslos.
Anzeige
Mehr als 1.800 Anfragen zum Thema grenzüberschreitendes Online-Shopping gingen von Januar bis Oktober 2003 bei dem aus fünfzehn Mitgliedern bestehenden Netzwerk der europäischen Verbaucherzentren ein. Zwei Drittel davon waren reine Informationsanfragen, das restliche Drittel konkrete Beschwerden gegen einen bestimmten Online-Händler. Am häufigsten, (181 Fälle) beschwerten sich die Europäer über die Praktiken der deutschen Online-Händler - das liegt wohl auch daran, dass der deutsche eCommerce-Markt zu den größten in Europa zählt.
Im Mittelpunkt der Beschwerden stehen die (Nicht)-Lieferung der Waren (41 Prozent), produktspezifische Probleme oder Mängel (23 Prozent) und Probleme mit Preisen und Bezahlung (11 Prozent). Vor diesem Hintergrund rät die Europäische Verbraucherberatung zur Vorsicht bei Vorauskasse. Auch hinsichtlich von Internetauktionen erreichen die Verbraucherzentralen zunehmend Anfragen. Zwar ist die Zahl laut der Studie "The European Online Marketplace: Consumer Complaints" durchaus nicht alarmierend hoch, aber auch hier beziehen sich die meisten Beschwerden auf die Nicht-Lieferung von bestellten und vorausbezahlten Produkten.