Für ungewünschte Werbebotschaften wird immer öfter ein neuer Kanal genutzt: Wenn Spam per Instant Messaging ankommt, dann heißt er Spim.
Anzeige
Wahrscheinlich wird man sich die Bezeichnung merken müssen. Denn obwohl sich bislang die Belästigung noch in Grenzen hält, weil Instant Messaging (IM) noch nicht so weit verbreitet ist wie eMail, sehen Experten enorme Zuwachsraten. Allein in diesem Jahr soll sich die Zahl verdreifachen: Bis Ende 2004 werden 1,2 Mrd. Spims verschickt, wenn man einer aktuelle Untersuchung der Radicati Group Glauben schenkt. Im vergangenen Jahr waren es erst 400 Millionen.
Dabei enthalten die Spims ähnlich den Spams ungefähr zu 70 Prozent Werbung für pornographische Inhalte, danach folgen mit zwölf Prozent die "So werden Sie reich"-Messages, in neun Prozent geht es um den Verkauf von Produkten und Finanzierungsangebote machen fünf Prozent aus. Ein Muster hat sich dabei mit 90 Prozent nahezu flächendeckend durchgesetzt: Typischer Spim besteht aus einem kurzen auffordernden Satz, gefolgt von einer URL. Und auch die Empfehlungen der Experten der Radicati Group lassen sich knapp zusammenfassen: Während einer IM-Unterhaltung niemals auf unbekannte Links klicken und IM-Namen nicht allgemein zugänglich veröffentlichen.