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Lastschrift bleibt top

03.06.2005 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

Wenn es schon sein muss, ist international beim Zahlen die Kreditkarte am beliebtesten. In Deutschland allerdings bleibt die Lastschrift der Kundenliebling.

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Rund 20 Millionen Kaufvorgänge aus dem Jahr 2004, die über die eigene Plattform abgewickelt wurden, hat Pago für den neuen Report. Unter dem Titel „Erfolgs- und Risikofaktoren im internationalen E-Payment" präsentiert der Kölner Service Provider bereits im vierten Jahr nacheinander seine eCommerce-Studie. Die Kaufvorgänge, die für den Pago-Report 2005 analysiert wurden, stammen aus europäischen Shops der derzeit bedeutendsten eCommerce-Branchen eRetail, Online-Gambling, Pharmacy/ Health, Telekommunikation und Travel. Hier haben im Jahr 2004 Konsumenten aus Deutschland, UK, den anderen europäischen Ländern und aus dem nicht-europäischen Ausland eingekauft.

Während im internationalen Vergleich die Kreditkarte ganz eindeutig die wichtigste und beliebteste Zahlart im eCommerce ist, hat sich bei deutschen Kunden der Trend hin zum elektronischen Lastschriftverfahren weiter verstärkt. Mit 64 Prozent Anteil an den Kaufvorgängen deutscher Kunden liegt diese Zahlart jetzt noch einmal fünf Prozentpunkte höher als im Vorjahr. „Es ist erstaunlich, dass so viele deutsche Online-Händler diese Zahlart anbieten, ohne für eine entsprechende Betrugsabwehr zu sorgen", erklärt Rüdiger Trautmann von Pago, „es ist doch bei dieser Zahlart so einfach, etwas online zu kaufen und die Lastschrift dann mangels Deckung platzen zu lassen." Allerdings zeige sich auch, dass das elektronische Lastschriftverfahren immer da empfehlenswert sei, wo kleinere Beträge in gleichmäßigen Zeitabständen zu zahlen sind - zum Beispiel bei Abos im Telekommunikationsbereich. Auch Shopper aus Österreich und den Niederlanden nutzten im Online-Handel gerne das jeweilige landesspezifische Abbuchungsverfahren - so kommen die so genannten „Direct-Debit-Zahlarten" insgesamt schon auf einen Anteil von fast 17 Prozent.

Überraschende Trends ergaben sich auch bei der Untersuchung des europäischen Online-Gamblings. Bis zur Veröffentlichung des Pago-Reports 2005 gingen die meisten Experten davon aus, dass Online-Angebote rund um Casinospiele und Sportwetten von den Kunden mit Vorsicht zu genießen sind und dass die Anbieter beliebte Opfer von Kreditkartenbetrug sind. Die Zahlen sprechen dagegen. Im Online-Gambling entstehen die wenigsten Kreditkarten-Chargebacks, die sich unter anderem dann ergeben, wenn beim Online-Bezahlen Kreditkartendaten mit Betrugsabsicht eingesetzt werden. Im Online-Gambling liegt der Anteil solcher Transaktionen - die so genannte „Chargeback-Quote" - bei lediglich 0,26 Prozent. Die Chargeback-Quote für alle Kaufvorgänge erreicht dagegen 0,83 Prozent. Auf den ersten Blick unterscheidet sich dieser Wert kaum vom Vorjahresergebnis. Während sich allerdings die Chargeback-Quote bei deutschen Konsumenten fast halbiert hat, ist sie bei Käufern aus dem europäischen Ausland (außer Deutschland und UK) um das Vierfache gestiegen. Damit wird klar, dass die Betrugsabwehr - insbesondere rund um Kreditkartenzahlungen - immer noch ein wichtiger Erfolgsfaktor für eCommerce-Anbieter ist.

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