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Die sieben Sünden des Online-Selling - Teil 1
Er zeigt niemandem sein wahres Gesicht
22.01.2004 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

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1 Die sieben Sünden des Online-Selling - Teil 1
2 Er zeigt niemandem sein wahres Gesicht
3 Er wuchert oder geizt mit seinem Wissen
4 Er führt seine Kunden in die Irre

Wo immer zwei Parteien etwas miteinander anfangen wollen, ist der erste Eindruck ganz entscheidend. Zumal, wenn es um Geld geht! Ob ein Online-Shop dabei direkt Vertrauen einflößt oder eher abschreckend wirkt, entscheidet der Nutzer in der Regel zum einen „aus dem Bauch“ - indem er beispielsweise die Gestaltung und Struktur des Angebots „spontan“ beurteilt - und zum anderen nicht selten aufgrund der vorhandenen Anbieterinformationen. Zugegeben: Mit Änderung der Rechtssprechung im Rahmen der angepassten Richtlinie zum Fernabsatz, findet sich wohl auf den meisten Anbieterseiten inzwischen ein Impressum, so dass die notwendigsten Kontaktdaten hinsichtlich der Verantwortung einer Website inzwischen wenigstens nachvollziehbar sind. Warum es vielen Anbietern indes noch immer so schwer fällt, die eigene Herkunft und das Team hinter dem eShop ein wenig ans „Tageslicht“ zu holen, bleibt mitunter ein Rätsel. Selbst ein einst preisgekrönter Anbieter wie Desaster.com liefert unter dem Topic „Kontakt“ lediglich ein Blanko-eMailformular und weist die beiden einzigen genannten Personen (Geschäftsführung) unter der Überschrift „Anbieterkennzeichnung“ aus. Wenn zudem die postalische Anschrift genauso gut zu einem Briefkastenunternehmen gehören könnte, lässt sich daraus zumindest kein zusätzlicher Vertrauensbonus generieren.

Beim obigen Beispiel handelt es sich allerdings wenigstens um einen professionell aufgesetzten Online-Shop, was durch die Gestaltung und Angebotsstruktur noch zusätzlich unterstrichen wird. Schlimmer wird das Ganze, wenn auch der erste optische Eindruck der Website bereits das Bild vermittelt, dass hier eher ein ambitionierter Freizeitdesigner am Werke war. Ein solches „Bauchgefühl“ in Zusammenhang mit nicht ausreichenden oder gar fehlenden Kontaktinformationen führen vermutlich recht schnell zum fluchtartigen Verlassen des Online-Shops. Nimmt man beispielsweise den eShop StyleYourLife.de, so sucht man nicht nur vergeblich nach der inhaltlichen Klammer des Angebots, sondern noch erfolgloser nach einem konkreten Betreiber. Ein Impressum existiert nicht, dafür erhält man in den FAQs den Hinweis, wo man nach einer Bankverbindung bzw. Unternehmensadresse suchen kann. Diese befindet sich nämlich kurioser Weise in den AGBs, was in der Tat so ungewöhnlich ist, dass ein Hinweis darauf wirklich angebracht erscheint. Einen Ansprechpartner bzw. Verantwortlichen für das Webangebot wird man allerdings auch an dieser Stelle nicht finden. Ersatzhalber hat der Betreiber den AGBs aber noch zwei Abbildungen der prachtvollen Unternehmensresidenz angefügt, die nur zufällig so wirken, als seien sie einer Maklerbroschüre für Mehrparteienhäuser entnommen. Es bedarf seitens der Kundschaft vermutlich bereits eines gewaltigen Vertrauensvorschusses, um in einem solchen Online-Shop eine Bestellung abzuschließen.

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Inhalt:
Die sieben Sünden des Online-Selling - Teil 1 Teil 1 Die sieben Sünden des Online-Selling - Teil 1
ECIN Solutions - Content Management Teil 2 Er zeigt niemandem sein wahres Gesicht
Er wuchert oder geizt mit seinem Wissen Teil 3 Er wuchert oder geizt mit seinem Wissen
Er führt seine Kunden in die Irre Teil 4 Er führt seine Kunden in die Irre


 

 

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