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Neopoly realisiert Formel-1-Börse
04.03.1999 | Artikel drucken
Die Formel-1-Börse von DF1 ist gestartet. Bereits am ersten Tag meldeten sich 600 Teilnehmer zu der Online-Börse an. Mit dem Spiel knüpfen das Softwarehaus Neopoly und die Uni Witten Herdecke an die Erfolge der Fußball WM-Börse im letzten Jahr an.
die Aktien für Michael Schumacher oder Heinz Harald Frentzen stehen können von nun an die Mitspieler der DF1 Formel-1-Börse bestimmen. Die Teilnehmer des Online-Börsenspiels, bei dem ein realer Porsche Boxter als Hauptgewinn winkt, erhalten Aktien auf alle Formel-1-Fahrer und dürfen diese munter austauschen. Das besondere an diesem System: Die Aktienkurse werden online nach jeder Transaktion neu berechnet. Somit werden reale Börsenbedingungen simuliert. Für die technische Realisation sorgt die Wuppertaler Softwareschmiede Neopoly.
Die Idee zu einem Echtzeit-Börsensystem stammt von der Universität Witten Herdecke. Der Lehrstuhl für Kapitalmarkttheorie und Finanzierung begleitet die Projekte und übernimmt bei extremen Kursschwankungen die Rolle des "Market Makers".
Richtig los ging es mit einer Online-Börse zur Fußball-WM im letzten Jahr. Mit 50.20000 Teilnehmern, drei Millionen Transaktionen und einem gesamten Übertragungsvolumen von 300 Gigabyte wurde die Fußballbörse das größte Event seiner Art im deutschen Internet.
Die Umsetzung der erfolgreichen WM-Börse nahmen drei Jung-Programmierer in die Hand. Sie gründeten nach Abschluß des Weltmeisterschaft gemeinsam mit Marketingexperten das Softwarehaus Neopoly. Weiter ging es gleich mit der ebenso erfolgreichen Bundesligabörse.
Mit 600 Anmeldungen gleich am ersten Tag legte die jetzt geschaltete Formel-1-Börse in dieser Woche einen Traumstart hin. Auf den zu erwartenden Rekordansturm ist die Technologie von Neopoly bestens eingerichtet. Bis zu 100 Transaktionen in der Sekunde kann das System parallel verarbeiten.
Echtzeit-Börsensysteme sind für business-to-business Anwendungen besonders interessant. Man denke nur an Warenbörsen oder an spezielle Marktplätze wie die Blumenbörse. Bisher hat sich Neopoly lediglich auf Projekte mit virtuellen Werten beschränkt. "Im Grunde eignet sich jedes homogene Gut für einen Börsenhandel.", schätzt Thomas Küfner von Neopoly die Marktlage ein. "Wir müssen jetzt schon neue Mitarbeiter einstellen", besser lässt sich die Auftragslage des Jung-Unternehmens nicht beschreiben.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt
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