|
Internet-Buchmarkt weiterhin heiß umkämpft
02.06.1999 | Artikel drucken
Der Buchmarkt ist immer noch eine Lokomotive für den Electronic Commerce. In dieser Woche meldete sich der "Leitmarkt" mit Nachrichten aus den USA, aber auch vom Deutschen Markt zu Wort. So schloß Barnesandnoble.com eine Kooperation mit dem US-Portal Snap.com, das von NBC und CNET betrieben wird. T-Online kooperiert mit einer Reihe von Verlagen für einen neuen deutschsprachigen Online-Buchshop der Superlative. Marktführer Amazon.com muß sich warm anziehen. Aber auch in Deutschland blässt Amazon.de kalter Wind ins Gesicht. T-Online kooperiert mit einer Reihe von Verlagen für einen neuen deutschsprachigen Online-Buchshop der Superlative.
Die Übereinkunft sieht vor, daß jedes Suchergebnis von Snap.com einen direkten Link zu der entsprechenden Themenanfrage unter einem kombinierten Angebot der beiden Partner mit Buchinformationen von barnesandnoble.com erhält. Mit dem jetzt geschlossenen Vertrag baut barnesandnoble.com weiter an seiner Strategie, mit großen Portalen zusammenzugehen.Auf der Liste der Kooperationen stehen bereits die Schwergewichte AOL, Lycos und MSN. Insgesamt hat sich die ehemalige Tochter der größten Buchhandelskette der USA laut Media Metrix auf Platz 5 der Internethändler vorgearbeitet und kommt Marktführer Amazon.com gefährlich nah.
Auch in Deutschland findet die Strategie Anklang, große Portale als Electronic Commerce-Zugpferde einzuspannen. Was AOL kann, kann T-Online mit hierzulande 3 Millionen Mitgliedern erst recht: Mit Springer, Holtzbrink und Weltbild, arbeitet T-Online derzeit an einem Online-Buchmarkt. Ende Juni soll für "Booxtra.de" der Startschuß fallen. Trotz dieser Mega-Allianzen schaffen es auch Nischenanbieter, sich in den Nachrichten und am Markt zu plazieren. So plant das kleine Münchener Unternehmen Buecher.de, noch in diesem Sommer den Sprung an den Neuen Markt der Frankfurter Börse in Angriff zu nehmen. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen, das derzeit gerade mal über 20 Mitarbeiter zählt, nach Österreich und in die Schweiz expandieren.
Übrigens: Bücher zu Electronic Commerce finden Sie in ECINs Bücherbord.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt
Artikel drucken
|