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Lokaler Hostingprovider setzt auf Fullservice
23.06.1999 | Artikel drucken
Individuelle Lösungen anbieten zu können, ist ein Vorteil von kleinen regionalen Hosting-Anbietern und Internetdienstleistern. Mit kurzen Wegen, eindeutigen Ansprechpartnern und Service aus einer Hand, können kleine technisch gut ausgestattete Anbieter der großen Konkurrenz Paroli bieten. Im westfälischen Hagen hat sich eine Gemeinschaft aus Hochleistungs ISP und einem Technologieanbieter etabliert, die vom Hochgeschwindigkeitszugang bis zur Einrichtung eines Internetshops verschiedene Leistungen unter einem Dach bündeln: Die Allianz zwischen dem ISP MK-Net und ihrer Tochter Networkers GmbH. Sie konnten schon Kunden wie Westfalia, einem der größten Versandhändler für Autozubehör, Elektronik und Werkzeugen, für sich gewinnen.
Jetzt nahmen die beiden Unternehmen ein Rechenzentrum in Betrieb, das regionale Knotenpunkte im Raum Hagen und Märkischer Kreis über das Glasfasernetz der MK-Net an das Internet anbindet. Ziel: Internetanbindungen und Webhosting für mittelständische aber auch große Unternehmen der Region. Fullservice Softwareentwicklungen realisiert Networkers für Informationssysteme mit Internet-Datenbanken und Applikationen mit ColdFusion, NetDynamycs und bis hin zur kompletten Internetfiliale mit Intershop. Analyse- und Designlösungen mit CORBA, Java und C++ runden das Angebot ab. Für Sprachvermittlung kooperierte MK-Net mit der VEW TELNET. Im Rahmen der Zusammenarbeit erfolgt eine gegenseitige Nutzung von technischen Ressourcen sowie die Vermarktung von allen Telefonie-Dienstleistungen durch MK-Net.
Damit sind vor allem die Kunden zufrieden. "Wir haben jetzt nur noch einen Ansprechpartner", preist Sven Rost, Abteilungsleiter New Media des Großkunden Westfalia die Dienste an. Früher musste er von Pontius zu Pilatus laufen. Ergebnis: Niemand war zuständig. Die Shoppingsite bietet den kompletten Produktkatalog im Web an. Das Versandhaus gewinnt mittlerweile mehrere Tausend Neukunden im Monat über das Internet. Noch nutzt ein einstelliger Prozentsatz der Kunden die Bestellmöglichkeiten über das Web. Im nächsten Jahr, so zeigt sich Sven Rost zuversichtlich, wird die Prozentzahl zweistellig.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt
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