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Wann fällt die 1-Billion-US$-Grenze?
30.06.1999 | Artikel drucken
Die Marktforschungswelt scheint sich einig zu sein: Die Gesamtumsätze im Electronic Commerce werden weltweit schon mittelfristig die Marke von einer Billion US$ überspringen. Noch offen ist freilich, wann der Zeitpunkt erreicht wird. Drei aktuelle Studien von Activmedia, IDC und Deloitte Consulting sehen den Zeitpunkt spätestens im Jahre 2003 erreicht. Auf die Vereinigten Staaten entfällt auch weiterhin der Löwenanteil.
2003 meint die International Data Corp. Der Voraussage schließt sich Activmedia prinzipiell an, sieht die Zahl allerdings mit 1,3 Billionen um ganze 300 Milliarden nicht unerheblich höher. Die optimistischste Prognose bringt Deloitte Consulting in die aktuelle Diskussion ein. Bereits im Jahre 2002 sieht das Institut die Grenze fallen. Die drei brandaktuellen Studien beziehen sich jeweils auf die weltweiten Umsätze.
Noch eine Gemeinsamkeit machen die Studien aus. Das Schwergewicht der Aktivitäten im elektronischen Geschäftsverkehr sehen sie auch weiterhin in den USA. IDC geht für 2003 von weltweit 183 Millionen Internet-Shopping Kunden aus. 1998 betrug die Zahl der Internet-Einkäufer noch 31 Millionen, die mehrheitlich ihren Wohnsitz in den Vereinigten Staaten hatten. Mit 56 Prozent aller Internetnutzer wohnte die Mehrheit im vergangenen Jahr schon außerhalb der USA. Diese waren allerdings nur für 26 Prozent aller Electronic-Commerce-Umsätze verantworlich. Damit entfiel der höchste pro-Kopf-Anteil immer noch auf Uncle Sam. Und das wird sich auch in den nächsten Jahren nicht so schnell ändern.
Auch Deloitte Consulting sieht den Löwenanteil der Umsätze noch mittelfristig in den USA. Von prognostizierten 1,1 Billionen US$ bereits für 2002 sollen dann 842 auf die Vereinigten Staaten und 300 Milliarden US$ auf die übrigen Märkte entfallen, davon 50 Milliarden auf den asiatischen Raum.
Activmedia prognostiziert für 1999 noch schlappe 95 Milliarden US$. Das Institut hat insbesondere die Wachstumsraten analysiert. Die Ergebnisse: 150 Prozent für 1999 und 138 Prozent im Jahr 2000. Natürlich geht auch Activmedia von einer dauerhaften Dominierung von Internet und Electronic Commerce durch die USA aus. 72 Prozent der Websites sollen weiterhin dort beheimatet sein und 92 Prozent der Electronic Commerce-Aktivitäten von US-Sites oder ihren Ablegern ausgehen.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt
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