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Electronic Commerce macht mobil
26.01.2000 | Artikel drucken

Jeder Dritte Europäer wird im Jahr 2004 Internetdienste über Handy nutzen, sagt eine Studie von Forrester voraus.

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Laut Strategy Analytics wird der Markt für mobilen Electronic Commerce im Jahr 2004 ein Volumen von 200 Milliarden US$ erreichen. Mobile Endgeräte liegen im Trend. Dieser Entwicklung kann sich auch der elektronische Geschäftsverkehr nicht verschließen.

219 Millionen Europäer (jeder Dritte) werden im Jahr 2004 Internetdienste über Handy nutzen, sagt eine Studie von Forrester voraus. Laut Strategy Analytics wird der Markt für mobilen Electronic Commerce im Jahr 2004 ein Volumen von 200 Milliarden US$ erreichen. Dass diese Entwicklung nicht unrealistisch ist, zeigen die technologischen Anstrengungen der europäischen Mobilanbieter. Mit dem für 2002 geplanten europäischen Standard "3G" werden Übertragungsgeschwindigkeiten im Breitbandvolumen, bis zu 2 Megabit pro Sekunde, auch für Mobiltelefone zur Selbstverständlichkeit.

Europa hat bei der Entwicklung auf dem Mobilmarkt weltweit die Nase vorn, da sich die Industrie, Brüssel sei Dank, längst auf einen einheitlichen Standard (GSM) geeinigt hat. In den USA konkurrieren derweil unterschiedliche Systeme um die Gunst der Kunden, anstatt die Technologie weiterzubringen. Wenn die drei GSM Firmen Ericsson, Nokia und Siemens mit dem 3G Standard herauskommen, wird, so analysiert es Forrester, auch der Japanische Markt auf das europäische System umschwenken.

Mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 2 Megabit sind Handys dann für Filme, Fernsehprogramme und vor allem für kommerzielle Internetanwendungen fit. Das wissen auch Europas Electronic Commerce Strategen. Laut Forrester planen 90 Prozent der Manager Websites, die für Mobiltelefone optimiert sind. Diesen Anstrengungen stehen auch Umsatzerwartungen gegenüber: Die Marktforscher von Strategy Analytics rechnen für das Jahr 2004 den Wert des mobilen Electronic-Commerce-Marktes auf insgesamt 200 Milliarden US$ hoch.

Dabei beziffern sie das reine Handelsvolumen über mobil auf 14 Milliarden US$. Ein Boom für mobile Systeme wird auch China vorausgesagt. Das Land ist in weiten Teilen nicht verkabelt, so startet das Telefonzeitalter gleich mit dem Handy. Dieser Entwicklung will nun das führende chinesische Business Portal MeetChina.com im Verbund mit Motorola Rechnung tragen. Das geplante System für den Business-to-Business-Bereich wird geschäftliche Anfragen direkt per Handy weiterleiten. Adressaten: Gut zwei Millionen chinesische Hersteller und Händler. Mobile Netze sind sowohl in der Einrichtung als auch in der Instandhaltung wesentlich günstiger als Festnetze.

Noch nicht verkabelte Länder, wie China, sind so in der Lage, schnell und ohne technologische Altlasten den Sprung in die Telekommunikationsgesellschaft zu schaffen. Die Entwicklung des Mobilmarktes könnte also die globale "Digital Divide" überwinden helfen.

Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt

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