Die Zeit vor Weihnachten ist traditionell die Hochsaison für Wohltätigkeitsorganisationen und Spendenaufrufe. Nicht immer aber finden diejenigen, die helfen wollen, und jene, die dieser Hilfe dringend bedürfen, zueinander. Abhilfe versprechen jetzt neue Online-Initiativen.
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So hat der Automobilkonzern GM pünktlich zum Nikolaus den Launch seiner neuen „Charity-Site“ namens Webhands bekanntgegeben. Die Seite richtet sich vor allem an Spendenwillige, die spontan und unmittelbar in ihrer eigenen Region helfen möchten und denen hierfür die entsprechenden Anlaufstellen fehlen. Ganz egal, ob noch etwas Essen von der Weihnachtsfeier übrig geblieben ist, die geschenkten Hosen und Kleider so gar nicht gefallen oder man ganz allgemein etwas gegen Probleme wie Obdachlosigkeit und Analphabetentum in seiner Heimatgemeinde tun möchte. Mit wenigen Mausklicks liefert das Portal, das von der e-GM Abteilung kreiert und heute im Rahmen einer kleinen Veranstaltung in Downtown Detroit erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, die geeigneten Anlaufstellen. Produkte und Angebote des Automobilkonzerns sucht der Nutzer auf der Website allerdings vergeblich, lediglich ein kleiner Hinweis auf das Engagement von GM findet sich. Gegenwärtig sind landesweit rund 2.000 Organisationen und Initiativen gelistet, die Betreiber gehen jedoch davon aus, dass sich das Feld bereits in Kürze auf mehr als 5.000 erweitern lässt.
Die Bedeutung der Holiday-Season nicht nur für den Handel sondern insbesondere auch für die vielen Non-Profit-Organisationen lässt sich zumeist nur erahnen. Konkreter zu fassen ist da schon die Rolle, die das Internet hierbei künftig spielen könnte. In einer neuen Untersuchung von ebates.com fand man heraus, dass vor allem die geschäftige Gruppe der jungen E-Shopper nur äußerst selten Zeit für karitative Aktivitäten findet. Diese Bevölkerungsgruppe kauft zwar am häufigsten im Internet ein, spendet jedoch am wenigsten. Ein Fünftel dieser Personen würden nach eigenen Angaben jedoch durchaus ihren Obolus entrichten, wüßten sie im Einzelfalle denn genau an wen bzw. wohin. Hier empfiehlt Paul Wasserman, Vorstandsvorsitzender von ebates, den Wohltätigkeitsorganisationen das Internet stärker als Informationsmedium zu nutzen und der meist wohlhabenden Gruppe der jungen Online-Shopper die eigenen Spendenmöglichkeiten näher zu bringen.
Auch wenn bei der Steuererklärung plötzlich noch eine abzugsfähige Spendenquittung fehlt, helfen findige Internet Services gern weiter. So hat DonateTo.com aktuell eine Kooperation mit Intuit angekündigt: Die Quicken TurboTax Kunden können nun Steuern sparen, indem sie online an eine gemeinnützige Organisation spenden. Über einen Link aus Intuits Software geht es direkt zu DonateTo.com, wo mehr als 600.000 Non-Profit-Unternehmungen auf milde Gaben warten. Allerdings arbeitet DonateTo.com nicht umsonst, eine Gebühr von 6,5 Prozent oder bis zu 7 US$ wird fällig.