Vocatus: Im Internet zählt jede Stimme 11.12.2000 | Artikel drucken
Banken und Sparkassen befinden sich regelmäßig im Scheinwerferlicht der Marktforschung. Der neueste Branchenbericht sieht Direktbanken vor Finanzverbünden und diese vor den klassischen Filialbanken in der Gunst der Verbraucher.
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Das ist nicht wirklich neu. Neu ist die Methode des Berichts: Grundlage sind 1200 mehr oder minder willkürliche Aussagen, die auf dem Internet-Meinungsforum vocatus.de abgegeben wurden.
Direktbanken liegen nicht zuletzt ausgelöst durch das Internet im Trend, so die Aussage der Studie. Ein Direktbank-Konto gehört zum Lifestyle in Zeiten des Börsenfiebers, obwohl es in aller Regel nicht als Hauptbank-, sondern als Zusatzbankverbindung für einzelne Services wie zum Beispiel das Brokerage dient. Ihre Kunden identifizieren sich in bisher ungewohnter Weise mit ihrer Bank. Sie beteiligen sich aktiver an der Produktverbesserung und verzeihen deutlich mehr Probleme.
Auch Cyber Dialogue kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass das Internet Finanzdienstleister in besonderem Maße beeinflusst. So haben laut Report 3 Millionen US-Kunden bereits aufgrund ihrer Interneterfahrung Produkte oder Dienstleister gewechselt. 10 Millionen Kunden haben lediglich über Informationen aus dem Web ihre Meinung geändert.
Und genau hier können Firmen mit Hilfe der Meinungsportale ansetzen. So bietet vocatus Firmenkunden das Weiterleiten und Auswertungen von Aussagen über ihre Dienstleistungen und Produkte an.
Das Internet macht es möglich: Unternehmen können ihr Ohr direkt am Verbraucher haben. Das ist und war der Hauptzweck von Internetcommunities als Kommunikationseinrichtungen, die Firmen und Websites für Nutzer zur Verfügung stellen: Mithören, was Kunden und potentielle Kunden denken. Genau diesen Mehrwert für den Anbieter nutzen Meinungsportale oder Meinungscommunities aus. Sie ziehen damit große Aufmerksamkeit auf sich. Denn sie erreichen wie kaum ein anderes Thema das Interesse von Kunden: Meinungsabgabe erregt Leidenschaft, die beste Voraussetzung für eine Internet Community.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt