eMail: Vom „(Out)look and feel“ eines Klassikers 20.12.2000 | Artikel drucken
Bewahrt das Bewährte - dies gilt für das Internet gleichermaßen wie für seine älteste Anwendung: eMail. Unter den zahlreichen Killer-Applikationen des Web behauptet sie jedenfalls unangefochten ihren Platz an der Sonne.
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Was immer sich die Internet-Wirtschaft auch einfallen lässt, eMail bleibt die Nummer eins. Jupiter und eMarketer kommen in Studien übereinstimmend auf eine eMail-Nutzungsquote von 96 Prozent der regelmäßigen Internetnutzer. IDC rechnet mit derzeit weltweit etwa 10 Milliarden eMails pro Tag. Diese Tatsache muss die Internetwirtschaft berücksichtigen. Daher empfiehlt sich die Nutzung dieses Dienstes insbesondere auch im Bereich des Marketing im Allgemeinen sowie der Kundenbindung im Besonderen.
Und die Entwicklung geht weiter: IDC rechnet mit täglich 35 Milliarden eMails im Jahr 2005. Und in den USA hat schon heute eMail das Telefon von Platz Eins für Geschäftskorrespondenz abgelöst, fand eine Untersuchung von Roper Starch heraus. Während sich immerhin die Hälfte der befragten Unternehmen noch vorstellen kann, geschäftlich auf die generelle Nutzung des Webs zu verzichten, halten inzwischen 74 Prozent, so eine Studie von NFO Interactive, die Nutzung von eMail für unentbehrlich. Für Europa ergibt sich dabei ein durchaus vergleichbares Bild. NetValue rechnet für Frankreich, Großbritannien und Deutschland sogar eine höhere Nutzungsdichte aus als für die Vereinigten Staaten.
Neben Daten zur Nutzungshäufigkeit dürfte die Qualität für Marketingstrategen wichtig sein. So freuen sich 70 Prozent auf das Überprüfen ihrer eMails. Für 40 Prozent zählt das morgendliche Abrufen der eMails zu den ersten Aktivitäten, gleich nach dem Einschalten des Rechners. Für weitere 40 Prozent gilt der letzte Blick vor dem Schlafengehen dem virtuellen Briefkasten, so ein Report von Pew Research . Und die Wirtschaft reagiert bereits darauf: eMarketer rechnet für 2000 mit Ausgaben für eMail-Marketing von 1,1 Milliarden US$, wovon 46 Prozent auf eMail-Werbung entfallen. Im Jahr 2003 sollen die Zahlen auf insgesamt 4,5 Milliarden ansteigen, wobei zwei Milliarden auf eMail-Werbung entfallen. Die großen Werbetreibenden sind dementsprechend inzwischen auf den Zug aufgesprungen. CNET rechnet vor, dass der TKP für eine eMail-Marketingaktion nur 5 US$ im Vergleich zu 686 US$ für eine Briefsendung beträgt. Sponsoring eines eMail-Newsletters kostet pro Tausend Kontakte im Durchschnitt etwa 93 US$.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt