New Economy: Optimismus ungebremst 24.01.2001 | Artikel drucken
Trotz Hiobsbotschaften und Flaute an den Aktien- und Kapitalmärkten stürzen sich sowohl Investoren als auch Kunden weiterhin auf die New Economy. Dabei kann von einem Abflauen der Investitionslaune nicht die Rede sein.
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So stieg das Gesamtinvestitionsvolumen in europäische Technologiefirmen im Vorjahresvergleich von 8,6 Milliarden Euro auf 11 Milliarden. Erfreuliche 63 Prozent aller europäischen Unternehmen haben im vergangenen Jahr in die eigene eBusiness-Infrastruktur investiert. In Großbritannien betrug die Zahl sogar 84 Prozent.
Während europäische Internetaktien im vergangenen Jahr eine Wertminderung um durchschnittlich 75 Prozent verzeichnen mussten, konnten die Direktinvestitionen in New Economy-Firmen weiterhin deutlich von 8,6 auf 11 Milliarden Euro wachsen. Die Untersuchung von Tornado-Insider.com rechnet auch in diesem Jahr mit einer weiterhin positiven Entwicklung, dann soll die Summe 18 Milliarden Euro betragen. Ganz oben auf der Einkaufsliste der Investoren standen Companies aus den Bereichen Wireless-Services, Telekommunikation, Software und Ingenieur-Technologien.
Im vergangenen Jahr konnten auch vermehrt eCommerce-Unternehmen laut Bericht Investoren für sich gewinnen. Allein im November 2000 zählte Tornado-Insider.com 20 Finanzierungsabschlüsse für Internet-Companies, wovon der größte Vertrag ein Volumen von 28 Millionen Euro aufwies. Dass der Trend gegen Jahresende nicht deutlich rückläufig war, zeigen die Vergleichszahlen vom August, als 21 eCommerce-Firmen mit maximal 34 Millionen Euro unterstützt wurden. Dieser Trend soll allerdings in diesem Jahr abebben.
Auch Unternehmen investieren weiterhin in eBusiness-Lösungen. Das ergab der UPS Europe Business Monitor, der sich auf Aussagen aus den 15.000 führenden europäischen Unternehmen stützt. Demnach investierten 63 Prozent der Spitzenunternehmen in eBusiness, in Großbritannien sogar 84 Prozent. Außerdem wächst eCommerce aus der Versuchsphase heraus: 70 Prozent der britischen und 51 Prozent der europäischen Unternehmen nahmen für ihre eBusiness-Strategie die Hilfe von professionellen Consultants in Anspruch. Die Zeichen stehen nach wie vor auf Wachstum, auch wenn der Hype an den Kapitalmärkten vorüber ist.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt