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Mit dem Joystick spielend ins Web
31.01.2001 | Artikel drucken

Eine Vision scheint sich langsam zu erfüllen: Schon lange tüfteln amerikanische Entwickler an Hardware-Lösungen, die zu einem erschwinglichen Preis die wichtigsten Forderungen der „New Generation“ erfüllen: Internet und Spiele.

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Beschränkten sich die Innovationen zunächst auf eher schlichte Settop-Boxen, die zu einem Preis von rund 500 US$ ihre Nutzer im Vergleich zum traditionellen PC lediglich auf einfache und kostengünstige Weise ins Netz bringen sollten, so wendet sich der Blick inzwischen immer stärker den Spielkonsolen zu. Schon das Modell Dreamcast aus dem Hause Sega wurde im vergangenen Jahr serienmäßig mit einem Modem ausgestattet und auch der Erfolg der Playstation PSII von Marktführer Sony beruht nicht zuletzt auf einem optionalen Online-Zugang. Um der Option in der Praxis nun auch Taten folgen zu lassen haben jetzt eine Reihe von Telekommunikationsfirmen darunter auch die japanische NTT DoCoMo ein Abkommen mit Sony Computer Entertaintment unter Dach und Fach gebracht. Mit mobilem Internetzugang nach dem Muster von iMode für das Sony-Produkt Playstation sowie Spielen für und über Handys wollen die Branchenriesen den Markt erobern.

Zu den neuen Partnern zählen die internationalen Schwergewichte KPN Mobile N.V., Telekom Italia Mobile, AT&T Wireless, Hutchison 3G UK Holdings, Hutchison Telephone Company Limited und KG Telekom. Sie beabsichtigen die Sony Playstation mit den mobilen Internetangeboten von DoCoMo (iMode) zu kombinieren.

Die Tage des PCs als dominierendem Internetzugangsgeräts sind ohnehin gezählt. Spätestens 2002, so eine Schätzung von Nokia, werden mehr Internetzugänge über Mobilgeräte eingerichtet sein als über den stationären PC. In dieses Bild passen auch die neuesten Zahlen von Gartner Group Dataquest zum PC Handel in 2000. Trotz des Weihnachtsgeschäfts konnte die Branche im vierten Quartal nur 6,4 Prozent mehr PCs absetzen als noch im vorangegangenen Quartal. Damit sind die Wachstumszahlen seit Start der Erhebung in 1993 auf den niedrigsten Wert gesunken. Allerdings liegt der Hauptgrund hierfür laut Dataquest eher in einer allgemeinen Abkühlung der Konjunktur als an potentiellen neuen Wettbewerbern.

Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt

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