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Wenn Portale ihr Wissen zu Markte tragen...
14.02.2001 | Artikel drucken

Immer mehr Internet Companies kämpfen um ihr Überleben und suchen verzweifelt nach neuen Einnahmequellen. Dabei schrecken sie inzwischen auch nicht mehr vor der Vermarktung ihrer mitunter teuer produzierten Inhalte zurück.

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Aber auch die Internetnutzer haben mittlerweile herausgefunden, dass kostenlose Lockangebote kommerzieller Content-Anbieter nicht in allen Fällen ihre Qualitätsansprüche befriedigen. Das bestätigen eine Reihe von Studien, wonach Internet-Surfer offenbar zunehmend bereit sind, für gute Inhalte tiefer in die Tasche zu greifen.

Ein Reihe von Internet Companies machen ihre kostenlosen oder Rabattangebote dicht. Darunter Free Edgar, die ab sofort für eMail-Benachrichtigungen über Börsenunternehmen Gebühren nehmen. MSN streicht Rabatte für Neukunden, Outpost.com liefert nicht mehr kostenlos über Nacht und Juno Online Services bieten nicht mehr unbegrenzt kostenlose Internetzugänge. "Mitarbeiter entlassen, Internet Warehouses schließen und das Ansetzen der Ausgabenzange reichen nicht mehr", so analysiert Jill Frankle, Direktor E-Commerce bei Gomez Adivors, die Lage, "Companies müssen endlich für Services, Contents und Internetflächen Geld verlangen".

Und das können sie ganz offenbar auch. Immer da, wo die Qualität bestehender Angebote noch nicht den Erwartungen entspricht, sind Nutzer bereit, für bessere Services auch die Geldbörsen zu zücken. So kommt eine Studie von Keen.com zu dem Ergebnis, dass Nutzer für eine Suchmaschine, die wirklich alle Fragen beantwortet, durchaus etwa 15 US$ in der Woche zahlen würden. Denn, so fanden die Forscher heraus, mehr als die Hälfte aller Anfragen bei Suchmaschinen sind nicht von Erfolg gekrönt.

IDC befragte in einer Untersuchung im Auftrag von eTranslate Internetkunden in 27 Ländern. Im Mittel sind 35 Prozent bereit, für Contents zu zahlen. Die höchste Rate fanden die Auguren in Argentinien mit 47 Prozent. Und Deutschland liegt mit 43 Prozent immer noch über dem Durchschnitt.

Auf ähnliche Ergebnisse kam die Boston Consulting Group in einer Untersuchung über den europäischen Online-Gesundheitsmarkt. So nutzen 78 Prozent der Befragten das Web, um Spezialistenwissen zu erhalten. Und während die Teilnehmer nicht bereit sind, für allgemeine Informationen Geld zu bezahlen, sind sie es wohl für Detailinformationen sehr wohl. Internetnutzer stellen eben auch bewusst oder unbewusst eine Break-Even-Analyse an, wonach es sich rechnet für Qualität auch einen Preis zu zahlen.

Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt

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