Das Fahrwasser für elektronische Marktplätze wird immer rauher. Die Geschäftsmodelle für B2B-Hubs können sich nicht auf das Abschöpfen von Handelsmargen beschränken und müssen mehrwertige Services integrieren.
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Forrester Research nahm die Entwicklung des europäischen Marktes unter die Lupe. Demnach werden zunächst etwa 1.000 B2B-Marktplätze in das Geschäft eintreten. Davon überlebt bis 2005 nur eine von 20 Firmen, so die Analyse von Forrester. Der Rest fällt Zusammenschlüssen, Übernahmen oder simplen Firmenpleiten zum Opfer. Serviceintegration stellt sich derzeit als die erfolgversprechendste Strategie für Business-Hubs dar. Handelsplattformen können so ihren Kunden eine möglichst bequeme, schnelle und vor allem günstige Abwicklung von Transaktionen garantieren. So verbessern eMarketplaces nicht nur den Service und schaffen eine höhere Kundenbindung, sondern eröffnen sich genau das, worauf es letztlich für Internetgeschäftsmodelle ankommt: Umsatzquellen. Das Spektrum reicht von Treuhanddiensten zur Anbahnung und Validierung von Geschäften bis hin zum Order Tracking in der eLogistic.
Mit eGlobalChem macht nun ein Portal in der Chemiebranche vor, welche Services rund um den elektronischen Handel sinnvoll sind. Gemeinsam mit Deloitte & Touche wurden hier die wesentlichen Services für einen integrierten Geschäftsablauf zusammengebracht. Dazu zählen selbstverständlich alle kommerziellen Prozesse: Direktes und indirektes eProcurement, Bestellmanagement, Produkt Sourcing, online Bonitätsprüfung, Zahlung und Durchführung, Liefertracking und Logistikmanagement bis hin zur Retourenabwicklung.
Neben diesen rein kommerziellen Anwendungen geht es im B2B-Handel um das Ersetzen traditioneller Beziehungen, die auf gegenseitigem Vertrauen und Erfahrungen beruhen. Das bildet eGlobalChem im Servicepaket eChemPartners ab: flexible Modellierung von Geschäftsbeziehungen, Online Vertragsverhandlungen, Leistungsbewertung und –überwachung, Rating von Geschäftspartnern und Bonusprogramme. Im Bereich eChemStrategy bietet das Portal eine ganze Reihe von Beratungsleistungen an: Business Intelligence Center, Customer Relationship Management und Consulting sind Beispiele.
Der servicebasierte Ansatz erscheint derzeit besonders vielversprechend. Vermittlung von Transaktionen sind dabei die erste Entwicklungsstufe, Integration von Services die zweite und direkte Zusammenarbeit in flexiblen virtuellen Teams für die unterschiedlichsten Teilfunktionen in Unternehmen und Produktentwicklung sind die nächste Entwicklungsstufe von vertikalen eMarketplaces.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt