Content-Selling: Auf die Verpackung kommt es an 28.02.2001 | Artikel drucken
Mit Content lässt sich offenbar doch gutes Geld verdienen. Einzige Voraussetzung: Die Anbieter müssen sich hierfür das richtige Medium aussuchen. Wie zum Beispiel mobile Endgeräte.
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Dies belegt eine aktuelle Studie von Datamonitor: Schon in diesem Jahr bringt das Geschäft mit Inhalten, die speziell für mobile Endgeräte aufbereitet und angeboten werden 2,4 Milliarden US$ ein. Im Jahr 2005 soll sich dieser Betrag auf 31,7 Milliarden erhöhen. Die Contentbranche reagiert prompt und sitzt bereits in den Startlöchern. So eröffnete Airmedia jetzt einen B2B-Marktplatz, der Contentprovider und Distributoren zusammenbringen will.
Dabei entwickelt sich der Gesamtmarkt für den Handel mit Inhalten im Internet nach wie vor eher schleppend(siehe ECIN-Spotlight „Wenn Portale ihr Wissen zu Markte tragen...“ vom 14.02.01). So lässt sich festhalten: Internetnutzer sind allenfalls bereit für qualitativ hochwertige Inhalte tatsächlich auch in die Tasche zu greifen. Dieses unterstreicht auch die neueste Untersuchung der amerikanischen Consumer Electronics Association: Die überwiegende Mehrheit der US-Nutzer ist nicht bereit für die Nutzung von Content zu bezahlen. Im Mobilbereich stellt sich diese Situation jedoch etwas anders dar: Kunden sind hier von jeher daran gewöhnt, dass es Informationsdienste für das Handy nicht zum Nulltarif gibt.
Airmedias Business-to-Business Marktplatz richtet sich an Contentanbieter aller Art und Größe. Als Mehrwertservices über die reine Handelsplattform hinaus, bietet Airmedia unter anderem das Aufsetzen von webbasierten Mobil-Portalen, die Vermarktung von Werbung und Sponsorships, die Umwandlung von Angeboten in unterschiedlichste Mobilformate (WAP, SMS, Palm, Paging, Pocket PC, iMode und Voice) sowie die Auslieferung an die Mobilanbieter und Carrier. Schließlich übernimmt Airmedia das Management der kompletten Zahlungsabwicklung.
Bisher haben sich schon über 50 Contentprovider angeschlossen, darunter der Wetterdienst AccuWeather.com, die britische Tageszeitung Guardian und die Contentagentur Nando Media (http://www.nandomedia.com). Mit der breitgefächerten Aufstellung trifft Airmedia genau die Bedürfnisse. Wie vielfältig der Markt für mContent tatsächlich sein wird, zeigt die Datamonitor Studie: So werden von den 31,7 Milliarden US$ in 2005 etwa ein Drittel auf den Bereich Entertainment und hiervon wiederum 6 Milliarden auf die „wireless games“ entfallen. Neben Unterhaltung erkennt die Studie ein besonderes Wachstumspotenzial für Wirtschaftsinformationen, multimediale Inhalte und vor allem auch lokalen Content.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt