eBusiness: Investieren in mehr Effizienz 14.03.2001 | Artikel drucken
Egal ob nun B2C,B2B, B2G oder auch B2XY: Der Blick bei Online-Aktivitäten richtet sich in der Regel zunächst auf die Öffnung neuer Vertriebs- und Absatzkanäle. Dabei sind es insbesondere die Steigerung von Effizienz und Produktivität, die für zusätzliche Betriebserträge sorgen.
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Zu dem Ergebnis kommt jetzt eine Studie von PricewaterhouseCoopers, die Entwicklungen in der Produktivität von Companies mit und ohne Online-Engagement in Augenschein nimmt. Das Ergebnis ist eindeutig: Während Unternehmen mit E-Business Strategie im Jahr 2000 eine Produktivitäts-Steigerung von 13,4 Prozent verzeichnen konnten, blieb ihre Offlinekonkurrenz mit nur 4,9 Prozent weit zurück. Der gesamte Technologie-Sektor konnte 2000 im Durchschnitt 11,2 Prozent zulegen. Diese Zahl soll sich trotz Abkühlung der Konjunktur im laufenden Jahr auf 13,6 Prozent erhöhen.
Das Einsparpotenzial lässt sich schon an einer ganz einfachen Anwendung veranschaulichen: E-Mail ermöglicht nach einer Studie von Ferris Research ganz erhebliche Effizienzsteigerungen. So rechnen die Experten pro Arbeitnehmer einen Vorteil von 9.000 US$ im Jahr aus, der sich aus der automatisierten Korrespondenz mit Partnern und Kunden sowie entfallenden Portokosten ergibt. Darüber hinaus ist weithin unbestritten, dass sich grundsätzlich Kommunikations- und Transaktionskosten in beträchtlichem Umfang einsparen lassen, auch wenn komplexe Prozesse im B2B-Handel und im Customer Relationship Management über das Internet abgewickelt werden. Wie relevant diese Positionen sind, macht eine McKinsey Studie deutlich. Demnach nehmen Kommunikation und Transaktionsabwicklung im weiteren Sinne etwa 40 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Leistung in den USA ein, und wertmäßig mehr als die Hälfte aller Arbeitsleistungen.
Dementsprechend geht der „Technology Barometer“ von PricewaterhouseCoopers trotz schlechterer Konjunktur von weiteren Anstrengungen und Investitionen in diesem Jahr aus. So erwarten 78 Prozent der befragten Manager aus 369 Unternehmen ein höheres Produktivitätswachstum, 8 Prozent nannten gleiche Richtgrößen, während 13 Prozent keine Angaben machen konnten. Ein steiles Wachstum der weiteren Infrastrukturausgaben prognostizieren auch die Analysten von Jupiter Communications, die im Januar eine Studie zu Investitionen in Online Marktplätze vorstellten. Demnach werden Unternehmen ihre Investitionen von 2,1 Milliarden US$ im Jahr 2000 auf 80,9 Milliarden im Jahr 2005 steigern. Dabei bieten insbesondere elektronische Marktplätze durch automatisierte Market-Making-Mechanismen und die Integration von Supply Chains und Services ein erhebliches Potenzial zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt