Der Siegeszug von XML scheint unaufhaltsam: 26 Prozent aller US-Unternehmen haben XML bereits eingesetzt, weitere 23 Prozent arbeiten an Pilotprojekten. Damit setzt sich der Power Standard für das kommerzielle Internet nun auch in den Köpfen der Wirtschaft durch.
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Internet Entwickler haben das Potenzial der dynamischen Darstellungssprache vor allem aufgrund der Relevanz für eBusiness im Allgemeinen und B2B-Anwendungen im Speziellen schon länger erkannt. Bereits im Mai meldete Evans Data Corp, dass weltweit 38,2 Prozent der Entwickler XML einsetzen und 53,1 Prozent dies in naher Zukunft planen.
XML, Extensible Markup Language, ist von der Funktionsweise her simpel: Die „Beschreibungs-Sprache" ermöglicht die Definition, Übertragung, Überprüfung und Interpretation von Daten zwischen Internet Applikationen. Wie wichtig diese Auswirkung ist, macht die Aussage von Michael Champion, Senior Adviser der Software AG, deutlich: „Es dauert 10 Minuten um XML zu verstehen und 10 Monate um sich die Auswirkungen deutlich zu machen“.
Intellor Group befragte Software Architekten nach der Relevanz für den B2B-Bereich und kam zu eindeutigen Ergebnissen: Zwei Drittel betonten vor allem die Chance, dass sich XML zu einem B2B Standard-Format entwickelt. Für 42 Prozent ist dies ein wesentlicher Vorteil und 24 Prozent sehen darin sogar ein entscheidendes Erfolgskriterium.
Schon jetzt setzen weitere Technologien auf XML auf. So steht ebXML zur Definition von Prozessen im eCommerce und in der Datenintegration als Standard in den Startlöchern für webbasiertes Supply Chain Management und ERP-Integration. Ein weiteres Beispiel ist SOAP (Simple Object Access Protocol), das neue XMLbasierte Internet Protokoll, das alle Arten von im Internet darstellbaren Leistungen von einzelnen Contents bis hin zu komplexen Applikationen über eine Protokollschnittstelle miteinander kompatibel macht. Ein drittes Beispiel kommt aus Deutschland: BMEcat, der XMLbasierte Standard für elektronische Kataloge des BME und der Universität Essen. BMEcat wurde bereits erfolgreich in Pilotprojekten umgesetzt und wird von namhaften Technologiepartnern unterstützt.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt