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Webservices - Automatisiert zum Erfolg?
08.08.2001 | Artikel drucken

Ein neuer Standard zum Austausch von Content und Applikationen erobert das Internet im Eiltempo: Webservices.

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So launchte jetzt Documentum das erste Webservice-basierte Contentmanagementsystem und Riskebiz kündigt seinerseits einen Webservice-Marktplatz für die Versicherungsindustrie an. 84 Prozent der wichtigsten Technologie Vorstände (die CTO 100) halten laut InfoWorld Webservices für die neue Lokomotive des eBusiness.

Mit Webservices sind dabei keinesfalls Dienstleistungen im Umfeld von Webangeboten gemeint, sondern ein auf einer Reihe von W3C-Standards aufbauendes Modell, das es schlicht und einfach möglich macht, Content und Software über das Internet von einer Applikation aufrufen zu lassen.

Wo heute noch Nutzer oder proprietäre Insellösungen Daten abrufen, Informationen abfragen oder Applikationen auslösen, können dies bald Softwareroutinen erledigen. Und zwar im Gegensatz zum Nutzer automatisch und im Gegensatz zu proprietären Systemen - wie COM Komponentenabrufe - als W3C-Standard, anerkannt von allen anderen großen Softwareherstellern, darunter auch Sun, Ariba und Microsoft.

Die kanadische Riskebiz Internet Services Inc. wird einen eMarketplace für die Versicherungsindustrie unter Nutzung von UDDI, dem zentralen Register von Webservices, aufbauen. Riskebiz wird als Aggregator für Webservices in der Versicherungsbranche dienen und damit Angebote von Versicherern, Brokern, Schadensregulierer und anderen Unternehmen zusammenführen. Damit verfolgt das Unternehmen ein wahrscheinlich sehr erfolgversprechendes neues Geschäftsmodell: Webservice Aggregation.

Ein Webservice Aggregator kann nun alle als Webservice für die Interoperabilität fit gemachten Internet-Leistungen wie Content, Dienste oder ASPs einer Branche zusammenführen und dadurch blitzschnell einen neuen Geschäftszweig Aufbauen. Als Marktplatz für Webservices hält ein Unternehmen eine Datensammlung mit allen relevanten Webservices und die Definition sinnvoller Workflows zwischen diesen verteilten Leistungen als Mehrwert zur Verfügung.

Für die Versicherungsbranche könnte Riskebiz beispielsweise Content zu Wirtschaftsinformationen, Schadensregulierungen, Tarifvergleichsdatenbanken, Versicherungsshops oder Groupware-Lösungen für Vertreter zusammenführen und damit ein umfassendes Verzeichnis der Versicherungsbranche betreiben. Sind all diese Leistungen als Webservice definiert, dann kann Riskebiz oder der Geschäftskunde ganz individuelle Versicherungs-eBusinesses im Plug & Play Verfahren aufbauen bzw. ermöglichen. Ein Geschäftsmodell mit viel Musik übrigens auch und gerade für die so arg gebeutelten B2B Marketplaces. Denn Webservices werden vor allem die komplizierte Integration von Geschäftsprozessen erleichtern. Dass wissen übrigens auch die CTO 100 der InfoWorld Blitzumfrage, von denen 70 Prozent die höchste Relevanz im B2B-Geschäft sehen.

Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt

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