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Kids online: Mo’ money, mo’ money!
15.08.2001 | Artikel drucken

Kinder bestimmen beim Einkauf oft wo’s langgeht. Geplagte Eltern wissen hiervon ein Lied zu singen. Online-Händler wiederum sollten hierauf künftig verstärkt Rücksicht nehmen.

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Denn gerade in Bezug auf das Internet sind die Zöglinge ihren Eltern oftmals im Handling von Maus und Browser weit überlegen und damit als bereitwillige, kompetente Berater in viele Kaufentscheidungen unmittelbar eingebunden. Dementsprechend groß ist auch ihr Einfluss, wie die Ergebnisse einer aktuellen NFO WorldGroup-Untersuchung belegen. So „helfen“ 74 Prozent der Kinder in Online-Shopping-Haushalten ihren Eltern bei der Wahl der richtigen Kaufentscheidung. Und auch das Einkaufsvolumen der „Young Shopper“ kann sich durchaus sehen lassen: Laut einer Untersuchung von Harris Interactive aus dem Herbst letzten Jahres, geben die acht bis 24jährigen allein in den USA 164 Milliarden US-Dollar pro Jahr aus.

So unbedeutend manche Zahlen der NFO-Studie zunächst auch wirken mögen, zeigt sich an ihnen jedoch auch ein beachtenswertes Entwicklungspotential. Denn es bleibt keineswegs dabei, dass die Kids auf der Shopping-Tour beim Navigieren und Weiterklicken selbst das Ruder in die Hand nehmen (48 Prozent) oder ihre Vorschläge bei der Farbauswahl eines Produktes mit einbringen dürfen (72 Prozent). Immerhin 42 Prozent bestimmen letztendlich auch die Wahl des Online-Anbieters und treffen dabei offenbar auch den Nerv ihrer Erzeuger. Denn 40 Prozent der Online-Shopping-Familien beabsichtigen in den kommenden 3 Monaten online mehr Geld als bisher auszugeben, 53 Prozent erwarten ein Beibehalten des gegenwärtigen Einkaufsvolumens und lediglich 7 Prozent planen die Ausgaben etwas zurückzufahren. Zu den beliebtesten Websites der familiären Einkaufsgemeinschaften zählen Target.com, JCPenny.com, LLBean.com, Gap.com und selbstverständlich auch Amazon.com.

Aber nicht nur als „Einkaufsberater“ sollten Online-Händler die Gruppe der Kids und Teens zu schätzen wissen. Laut Harris Interactive tätigen die 18 bis 24jähringen bereits 13 Prozent ihrer Einkäufe im Web, viermal mehr als der durchschnittliche Erwachsene.

Diese Aussagen bekräftigen, dass „Young Shopper“ beleibe nicht nur als künftige Konsumenten in den Strategien der eTailer eine wichtige Rolle spielen sollten.

Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt

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