Die Experimentierphase im Web scheint endgültig vorbei zu sein. Was zählt, sind ganz allein schwarze Zahlen. Und die kann man derzeit am besten durch Einsparungen erzielen. Dass es hierbei nicht um die bekannten Peanuts geht, zeigen neueste Untersuchungsergebnisse.
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Es steht nicht mehr die Erschließung neuer Märkte im Vordergrund, sondern die Kostenreduktion durch den Einsatz von eBusiness. Eine vom Netzwerkausstatter Cisco im Auftrag gegebene Studie nimmt nun diesen Aspekt etwas genauer unter die Lupe. Ein Ergebnis: Bis 2010 werden US-Unternehmen durch den Einsatz von Internet-Lösungen mehr als eine halbe Billion US-Dollar an Einsparungen realisieren können.
Neben Kosteneinsparungen fällt vor allem die Steigerung der Produktivität ins Gewicht. Zwischen 1998 und 2000, rechnen die Forscher vor, sind eBusiness und Co. bereits für 0,2 Prozent Produktivitätssteigerung pro Jahr verantwortlich gewesen. In Zukunft wird sich das Internet in dieser Hinsicht noch stärker auswirken. NetImpact prognostiziert eine internetbedingte Steigerung von jährlich 0,36 Prozent bis 2010.
Das durchschnittliche Produktivitätswachstum sehen die Analysten in der nächsten Dekade bei 2,1 Prozent pro Jahr, was einer Steigerung von 0,9 Prozent im Vergleich zum Zeitraum 1974-1995 entspräche. Von diesen 0,9 Prozent sollen dabei respektable 40 Prozent auf das Konto von Internet Business Lösungen gehen.
Mit einer detaillierten Aussage, wo die Auswirkungen bzw. Einsparungen der „Internet-Revolution“ im Einzelnen realisiert werden, hält sich Hal Varian, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Berkeley und Mitorganisator der Studie, noch bedeckt, allein in der Summe bezeichnet er sie als signifikant.
Kosteneinsparungen stellen den anderen wichtigen Faktor der Untersuchung dar. Durch den Einsatz von Internet Business Lösungen haben US-Unternehmen in der Vergangenheit laut Studie Kosteneinsparungen von 155 Milliarden US-Dollar erzielen können. Bis 2010 sollen noch einmal rund 373 Milliarden US$ hinzukommen. Unter anderem sind dies Einsparungen im Verkaufsprozess, bei der Mitarbeiterbetreuung und -schulung, im Einkauf sowie durch die Optimierung der Supply Chain.
Mit den Ergebnisse befindet man sich in guter Gesellschaft, denn eine ganze Reihe anderer Studien hat ebenfalls Kostenreduktion und Effizienzsteigerung als wichtigsten Effekt im eBusiness identifiziert. So fand z.B. Celent Comunications unlängst heraus, dass Banken Kostenreduzierung (26 Prozent) noch vor Kundenbindung (23 Prozent) als wichtigstes Ziel für ihre Online-Aktivitäten einstufen. Forrester vertritt die Meinung, dass ein Viertel aller US-Unternehmen das Internet als Mittel für Kostensenkungen auffassen. Und Gartner erklärte Kosteneinsparungen gar zum Top-Trend im B2B für das Jahr 2001 schlechthin.
Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt