Electronic Commerce Info Net - ECIN - bietet aktuelles Know-how für das E-Business und Expertise für den elektronischen Geschäftsverkehr: Shopsysteme, Marketing, Marktbarometer, Zahlungssysteme, Steuern&EC, Recht, EDI&EC und mehr. Kompetent und kostenlos.
ECIN - Electronic Commerce Info NetAktuellKnow-HowSolutions: Quickfinder eBusinessCommunityWorkshops
Erweiterte Suche
KontaktNewsletter AbosWerben Sie im Electronic Commerce Info Net

ECIN RSS Feed
ECIN Newsletter Abos

Newsletter

Abo ändern | löschen


 

 

ECIN Home | Aktuell | Spotlight | November 2002

Alles eine Frage der Logistik?
06.11.2002 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

Mit der Verleihung des „BME Innovationspreis 2002“ an die Bayer AG nähert sich diesjährige Fachsymposium Einkauf und Logistik seinem Ende. Einmal mehr betont die Branche dabei ihre wachsende Bedeutung im Rahmen einer aktiven Unternehmensgestaltung. Und tatsächlich scheint es ja bald auch kein anderes Thema mehr zu geben…

Anzeige

Ob nun Supply Chain Management (SCM), eCollaboration, Wertschöpfungspartnerschaften, Outsourcing, Wertorientierung, Total Cost of Ownership oder Einkauf von Business Services: Vor allem im Bereich B2B kreisen scheinbar alle neuen Entwicklungen in irgendeiner Weise um das Thema Einkauf & Logistik. Der BME liefert auch gleich die passende Begründung warum das so ist: „Bei schwachen Absatzmärkten können Gewinne nur noch eingekauft werden. Das verlangt nach effizienten Strategien, Systemen und Strukturen. Die richtige Nutzung der zur Verfügung stehenden technischen Tools und insbesondere eine perfekte Zusammenarbeit mit Lieferanten und Outsourcing-Partnern stehen dabei im Fokus.“

Wie so etwas in der Praxis aussehen kann, beweist nach Auffassung des Interessenverbandes gegenwärtig insbesondere die Bayer AG: Der Konzern betrete mit der Ausrichtung der Beschaffungsfunktion auf eine strategische Holding Neuland. Ziel sei ein „flexibles organisationsresistentes Beschaffungsnetzwerk“. Dabei würden die weltweit agierenden operativ selbstständigen Teilkonzerne und Servicegesellschaften als Konzern-Führungsgesellschaft dort zusammen gehalten, wo es wirtschaftlich sinnvoll sei. Die Bayer Business Services habe die Aufgabe, das Fundament für den gemeinsamen Einkauf aufzubauen. Mit dieser so genannten übertragenen Governance-Funktion werde sichergestellt, dass Bayer weltweit einheitliche Kodierungen benutzt, dass Prozesse harmonisiert bleiben und die DV-Systeme weiterhin zusammen passen. So sei z.B. die Nutzung der Verträge für alle möglich. Die Einkäufer seien nahe an Produktion und Technik, sie können leichter die Spezifikationen der Einkaufsgüter bis hin zu Industriestandards vereinfachen. „Der Preis wird der Bayer AG zuerkannt, weil es gelungen ist, den Bewertungskriterien ‚Innovation’, ‚Übertragbarkeit’, und ‚Effizienzsteigerung im Unternehmen’ in besonderer Weise Rechnung zu tragen“, so der BME-Vorstandsvorsitzende Ulrich Fricke.

Von derlei Prozessoptimierungen noch relativ unberührt, sehen sich die großen eTailer innerhalb des B2C nach wie vor mit wesentlich grundsätzlicheren Fragen konfrontiert: Wie schnell und zu welchem Preis muss ich liefern um wettbewerbsfähig zu sein? Branchenprimus Amazon.com jongliert relativ regelmäßig mit seinen Versandgebühren, immer auf der Suche nach dem idealen Kompromiss zwischen Kundenservice und Kostendeckung. Verstörte man viele Kunden zu Jahresbeginn noch mit einem Mindestbestellwert von 99,00 US$ für eine gebührenfreie Lieferung, so hat man diesen Betrag nach und nach wieder auf 25,00 US$ heruntergeschraubt. Allerdings kann die Lieferung zu diesen Konditionen schon einmal etwas länger dauern: im Schnitt nämlich 3-5 Tage gegenüber den kostenpflichtigen Versandangeboten.

Für die Kunden stellt diese langsamere Lieferung in jedem Falle wohl eine akzeptable Einschränkung dar, wie eine jüngere Untersuchung von Jupiter belegt: Demnach sind 53 Prozent der befragten Konsumenten bereit, etwas länger auf ihre Bestellung zu warten. Des Weiteren gaben 18 Prozent an, dass sie es bevorzugen würden, die via Internet bestellte Ware selbst im lokalen Geschäft abzuholen, wenn dadurch dann keine Lieferkosten anfallen würden. Und immerhin noch sechs Prozent würden lieber etwas mehr bestellen, damit die Lieferung kostenfrei erfolgt. Dabei sehen 60 Prozent der Nutzer diese Mindestbestellwert-Grenze bei 25 US$, für 32 Prozent wären auch noch 50 US$ akzeptabel, wenn die Lieferung dann gratis erfolgt. In jedem Falle also reguliert aus Kundensicht der Preis die Attraktivität des Versandangebots.

Innovationspreise lassen sich mit dem Amazon-Modell vielleicht nicht gerade erringen, wohl aber die Akzeptanz der Klientel.

Autor: Ralf Koyro

Über Anregungen und Kritik freut sich die Redaktion

Artikel drucken | Artikel empfehlen


Zum gleichen Thema:

eCommerce aus Lieferantensicht: erst überlegen, dann handeln 26.09.2002 - eCommerce aus Lieferantensicht: erst überlegen, dann handeln
Amazon und die Versandkosten: Never Ending Story 27.08.2002 - Amazon und die Versandkosten: Never Ending Story
Multichannel-Strategien dominieren Handel 09.07.2002 - Multichannel-Strategien dominieren Handel
Die größten Irrtümer und Hürden des eBusiness 08.05.2002 - Die größten Irrtümer und Hürden des eBusiness


Mehr News | Spotlights zum Thema 'eLogistik'


... zum Archiv

 

ECIN Shop: Workshops, Reports und mehr

ECIN Reports Reports Alle ... leer

Shoplösungen im Vergleich
57 Lösungen, 415 Seiten Pdf, Preis: 99,- € zzgl. MwSt. mehr ...

Katalog-Management-Systeme
27 Lösungen, 250 Seiten Pdf,  Neuer Preis: 49,- € zzgl. MwSt. mehr ...

News

Top-Level-Domain “.tel.“ geht an den Start Top-Level-Domain “.tel.“ geht an den Start

Verschwendungen bei IT-Projekten Verschwendungen bei IT-Projekten

Kostenloser Such-Server von Microsoft Kostenloser Such-Server von Microsoft

Online-Videos werden immer beliebter Online-Videos werden immer beliebter

ECIN eBusiness Blog

Artikel lesen Cloud Computing bringt frische Luft in die Highlands

Artikel lesen Geld machen mit Social Networking

Know-how

Mit Open Source die Schulbank drücken Mit Open Source die Schulbank drücken

ICT auf den richtigen Weg gebracht ICT auf den richtigen Weg gebracht

Der Quickfinder eBusiness verzeichnet Einträge von über 1000 IT-Dienstleistern.

Relevante Bücher können Sie über das Bücherbord direkt bei Amazon bestellen.

 

 

© FTK Dortmund |2008 | Impressum

KontaktNewsletter AbosWerben Sie im Electronic Commerce Info Net