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Content Management – das geheime Problem?
05.03.2003 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

Jeder weiß es, aber nur selten wird darüber gesprochen: Mit den vielfältigen Möglichkeiten zur Kommunikation per Inter-, Intra- oder Extranet sind auch die Schwierigkeiten der Unternehmen enorm gewachsen. Insbesondere bei der effektiven Verwaltung der wertvollen Inhalte liegt einiges im Argen.

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Ein mehr oder weniger ausgeprägtes Content Management Problem scheint bei vielen Unternehmen zur nahezu unabänderlichen Realität zu gehören. Das Bemühen, die Kontrolle über die ständig wachsenden Mengen von Inhalten zu gewinnen, gleicht einem Kampf gegen Windmühlen: Jahr für Jahr verdoppele sich das Volumen, so die Einschätzung der Experten der Butler Group. Dabei geht es allerdings nicht nur darum, die Gunst einer virtuellen Dulcinea zu erringen, sondern um ganz massive wirtschaftliche Vorteile. Der starke Wettbewerbsdruck in den meisten Branchen führe zu signifikanten Nachteilen für die Unternehmen, die beim Content Publishing ineffektiv agieren und zeitliche Verzögerungen in Kauf nehmen, lautet dementsprechend ihre aktuelle Warnung im Report „Enterprise Content Management“.

Wie so häufig setzt sich das große Problem aus vielen kleinen Unannehmlichkeiten zusammen: Vielleicht haben die Besucher der Website Schwierigkeiten, das zu finden, was sie suchen, vielleicht werden den Mitarbeitern nicht die Möglichkeiten bereitgestellt, die sie eigentlich brauchen. Manchmal betrifft es auch den Content selbst, der veraltet, redundant, unzutreffend oder nicht autorisiert ist. Hinweise auf ein Content Management Problem liefern auch inkonsistentes Design und verwirrende Navigations-Schemata – ganz zu schweigen von der nicht vorhandenen Möglichkeit, Content in anderen Zusammenhängen wieder zu verwenden, zu ex- oder importieren.

Diese Probleme und viele andere mehr werden von den Anbietern von Content Management Lösungen bereits seit Jahren ins Visier genommen. Aber offensichtlich nicht gelöst. Das behauptet zumindest Matthew Berk, verantwortlicher Analyst für den JupiterReport „Web Content Management: Covering the Essentials, Avoiding Overspending“. Auch gegenwärtig müssen mehr als 60 Prozent der Unternehmen noch auf manuelle Up-Date-Verfahren setzen, obwohl sie bereits eine Content Management Lösung installiert haben, so Berk. Der weitaus größere Teil der knapp einhundert untersuchten Unternehmen reduziert die wesentlichen Einsichten rund um das Thema CMS auf zwei unerfreuliche Punkte: Die eingesetzte Content Management Plattform ist zu teuer und die enthaltenen Werkzeuge werden kaum genutzt. Bestätigt wird diese Einschätzung durch die Ergebnisse einer Umfrage unter für den Content verantwortlichen Managern: Die im Einsatz befindlichen Lösungen kratzten kaum an der Oberfläche der Funktionalitäten, die ursprünglich versprochen wurden, lautet hier das harsche Urteil.

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass nur 27 Prozent der von Jupiter befragten Unternehmen in diesem Jahr ihr CMS weiterhin unverändert nutzen wollen. Immerhin 46 Prozent wollen ihre existierenden Anwendungen ausbauen. Sage und schreibe 27 Prozent allerdings haben so viele Probleme, dass sie mit einem neuen System noch einmal ganz von vorne anfangen wollen - bei den durchaus nicht unerheblichen Kosten für die Anschaffung und Implementierung eines CMS sicherlich eine bemerkenswert hohe Prozentzahl.

Ein Patentrezept zur Lösung des Content Management Problems ist also auch für dieses Jahr nicht in Sicht. Aber zumindest gibt es nun Warnungen, die auf Risiken und Chancen aufmerksam machen. Und auch ECIN bietet eine wertvolle Hilfestellung an: ECIN hat eine bundesweite Anbieter-Erhebung durchgeführt, die auf Basis eines standardisierten Fragebogens die auf dem Markt befindlichen CMS-Lösungen vergleichbar macht. Darüber hinaus äußern sich die befragten Anbieter en detail zu den Voraussetzungen, Leistungsmerkmalen und Besonderheiten ihrer Produkte. Im Ergebnis gibt der ECIN CMS Report einen strukturierten Überblick über den deutschen CMS-Markt. Die Publikation ist ab sofort erhältlich. Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Bestellung finden Sie unter "ECIN CMS Report - Optimale Lösungen für jeden Bedarf".

Über Anregungen und Kritik freut sich Monika Gatzke

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