Langsam aber sicher mehren sich die Anzeichen, dass die IT-Budgets der Unternehmen in diesem Jahr wieder ansteigen. Die zur Hochphase des Internetbooms gekaufte IT-Ausrüstung muss nun nach und nach ersetzt werden.
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Unaufhaltsam schreitet der Reifeprozess der IT-Branche voran und zumindest in Westeuropa zeichnen sich Sättigungstendenzen ab. Nichtsdestotrotz dürfen IT-Händler hoffen, denn die Investitionszurückhaltung der letzten beiden Jahre hat dafür gesorgt, dass die technische Überalterung in vielen Unternehmen weit fortgeschritten ist und sowohl im Hard- als auch Softwaresektor Neuanschaffungen als unumgänglich erscheinen. So zumindest die aktuelle Focus-Untersuchung zum Markt der Computer-Hard- und Software. Vor allem in den Bereichen Software und IT-Dienstleistungen werden in diesem Jahr in Europa wieder Wachstumsraten zwischen zwei und drei Prozent erwartet. Insgesamt wird er westeuropäische ITK-Markt mit geschätzten 607 Milliarden Euro Umsatz klar von TK-Diensten (42,7 Prozent) dominiert. Demgegenüber prognostiziert das European Information Technology Observatory (EITO), dass für Computer-Hardware im laufenden Jahr mit 13,2 Milliarden Euro noch einmal leichte Umsatzrückgänge (minus 1,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr hingenommen werden müssen.
Auch wenn das Umfeld derzeit eher ungünstig erscheint, ist in der ITK-Industrie wieder eine positive Grundstimmung zu vermelden. So rechnet laut Bitkom-Untersuchung jedes zweite Unternehmen mit steigenden Umsätzen und nur noch 17 Prozent befürchten einen weiteren Rückgang. Vor allem Innovationen aus der Mobility-Branche lassen hoffen. Der aktuelle wLAN-Boom dürfte dann auch dafür sorgen, dass die Investitionen in die notwendigen Komponenten in diesem Jahr um fast 50 Prozent auf geschätzte 521 Millionen US$ in Europa ansteigen. Vor allem Geschäftskunden mit hohen Mobilitätsansprüchen werden mit den neuen wLAN-Services an Flughäfen, Hotels oder Cafés angesprochen.
Von der Zurückhaltung bei den Investitionen in den letzten Jahren fast gänzlich verschont blieben IT-Sicherheitsprodukte. So konnte laut Focus-Studie z.B. Symantec den Umsatz mit Firewalls, Antivirensoftware und Filtering-Systemen im letzten Quartal um fast 30 Prozent steigern. Diese Steigerungsraten überraschen nicht wenn man bedenkt, dass 71 Prozent der international tätigen Unternehmen ihr IT-Security-Budget im letzten Jahr erhöht haben. Dabei werden die Investitionen in etwa gleichmäßig auf die Bereiche Hardware, Software und Services aufgeteilt, wobei Antivirus-Tools und Firewalls besonders hoch im Kurs stehen.
Auch wenn die IT-Branche noch meilenweit von den Zuwachsraten des Jahres 2000 entfernt ist, geben sowohl die jüngsten Studien- als auch Unternehmensergebnisse allen Grund zur Hoffnung, dass es langsam aber sicher wieder bergauf gehen dürfte.
Autor: Matthias Robben
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