In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Rabatte beim Kunden besonders gern gesehen. Und das Internet mausert sich immer mehr zum Coupon-Vertriebsmedium Nr.1. Zwar ist man hierzulande von amerikanischen Rabatt-Dimensionen noch weit entfernt, doch die Bundesbürger finden immer mehr Gefallen am Sparen via Internet.
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Und nicht nur für Kunden sind Coupons eine lohnende Angelegenheit. Immer mehr Unternehmen setzen auf diese Möglichkeit der Neukundengewinnung bzw. Kundenbindung. In einer Umfrage der Loyalty Management und Communications GmbH gab jedes dritte Unternehmen an, Coupons in irgendeiner Form bereits einmal eingesetzt zu haben. Dass diese Gutscheine besonders gut im Internet angenommen werden, belegt eine aktuelle Untersuchung der Insecon eMarketing GmbH. Demnach haben 23 Prozent der deutschen Internet-Nutzer bereits häufiger eCoupons eingesetzt und weitere 18 Prozent hatten zumindest einmal Kontakt mit den virtuellen Rabattmarken.
So sind es auch zunehmend die großen Handelsketten, die auf eCoupons als Umsatzbringer für den stationären Verkauf setzen. Jüngstes Beispiel: Auf der Website von Obi findet der Besucher einen Coupon, der einen stattlichen Rabatt von 40 Prozent auf ein Gardena Gartenset verspricht. Jedoch kann dieser Gutschein nur im stationären Obi-Markt eingelöst werden und nicht im nur einen Klick entfernten Online-Shop. Die Multichannel-Strategie ist klar zu erkennen. Ähnliches gilt für die Drogerie-Kette Schlecker. Hier findet sich sogar jeden Monat eine druckoptimierte Coupon-Seite im Netz, die Rabatt-Marken zum Ausdrucken und Einlösen im stationären Handel beinhaltet. Jedoch gewährt man hier den Kunden des Online-Shops automatisch die gleichen Rabatt-Konditionen. Nicht zuletzt aufgrund der eher geringen Preisnachlässe verzichtet man bewusst auf eine Reglementierung des Rabatt-Angebots. Demgegenüber bieten fast alle Anbieter von eCouponing-Programmen die Möglichkeit, Rabattmarken zu personalisieren, so dass genau verfolgt werden kann, welcher Kunde wo seinen Gutschein wann eingelöst hat. Durch ein schnelles Clearing kann dann auch - wenn gewünscht - die mehrfache Einlösung der ausgedruckten Rabattmarke verhindert werden.
Nicht gerade wenige Experten gehen davon aus, dass sich auf kurz oder lang nur die personalisierte Form der elektronischen Rabattmarken durchsetzen wird. Denn auch beim Couponing sollte das Motto „Klasse statt Masse“ Gültigkeit besitzen. Als Negativ-Beispiel führt Marketing-Experte Dirk Ploss hier die USA an: Die im vergangenen Jahr im Umlauf gebrachten 240 Milliarden Rabattmarken lockten vor allem Schnäppchenjäger an, denen das Wort „Loyalty“ gänzlich unbekannt ist. Diese Gefahr ist bei personengebundenen Coupons wesentlich geringer. Und für diese Form bietet sich das Internet als kostengünstiges Vertriebsmedium geradezu an. Erst recht, wenn in Betracht gezogen wird, dass eCouponing-Kampagnen laut Insercon schon mal Klickraten von 60-70 Prozent aufweisen können und Verkaufsquoten von bis zu 5 Prozent auch keine Seltenheit sind. So kann auch davon ausgegangen werden, dass eCouponing seinen Platz im Marketing-Mix der meisten Unternehmen über kurz oder lang finden wird.
Autor: Matthias Robben
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