Electronic Commerce Info Net - ECIN - bietet aktuelles Know-how für das E-Business und Expertise für den elektronischen Geschäftsverkehr: Shopsysteme, Marketing, Marktbarometer, Zahlungssysteme, Steuern&EC, Recht, EDI&EC und mehr. Kompetent und kostenlos.
ECIN - Electronic Commerce Info NetAktuellKnow-HowSolutions: Quickfinder eBusinessCommunityWorkshops
Erweiterte Suche
KontaktNewsletter AbosWerben Sie im Electronic Commerce Info Net

ECIN RSS Feed
ECIN Newsletter Abos

Newsletter

Abo ändern | löschen


 

 

ECIN Home | Aktuell | Spotlight | März 2004

ITK-Branche: Das Ende der Dürre!
24.03.2004 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

Marktforscher und Interessenverbände sind sich hinsichtlich der aktuellen Marktsituation der IT- und Kommunikationsbranche weitgehend einig. Alle Zeichen stehen auf Wachstum, zum richtigen Schub fehlt es aber nach wie vor an wichtigen Grundvoraussetzungen.

Anzeige

Es ist seit jeher gute Tradition, dass branchenspezifische Interessenvertreter und Verbände das öffentliche Interesse an bedeutenden Fachmessen dazu benutzen, die Demonstration eigener wirtschaftlicher Stärke mit konkreten politischen Forderungen zu verbinden. So geschehen auch im Rahmen der CeBIT 2004. Ob nun BITKOM, VDE, Mummert Consulting oder dmmv: In der Bewertung der aktuellen Marktsituation für die Informations- und Telekommunikationswirtschaft sowie den Bereich Neue Medien herrschte in diesem Jahr weitgehend Einigkeit.

Die wichtigste Botschaft: Das „Tal der Tränen“ scheint überwunden und die langersehnte Trendwende eingeleitet. So erwartet BITKOM noch für das laufende Jahr ein Wachstum in Höhe von 2,5% und prognostiziert für 2005 gar einen Zuwachs um 3,7%. Für den Verbandpräsidenten Willi Berchtold bei aller Bescheidenheit Grund genug, dem Ganzen auch gleich gesamtwirtschaftliche Komponente abzugewinnen: “Unsere Branche übernimmt damit wieder ihre Rolle als Konjunkturmotor.“ Doch ausschließlich rosarot vermag auch der BITKOM-Chef die Entwicklung seiner Branche nicht zu zeichnen: „Es gibt Anlass zum Optimismus, aber nicht zur grenzenlosen Euphorie. Die einzigartigen Wachstumsraten der späten 90er Jahre werden wir so schnell nicht wieder erleben.“ Oder in konkreten Arbeitsmarktzahlen ausgedrückt: Nachdem die Branche in den vergangenen zwei Jahren rund 60.000 Arbeitsplätze abgebaut hat, könnten am Ende dieses Jahres hierzulande rund 1.000 neue Jobs stehen. Insgesamt zählt der Verband gegenwärtig etwa 750.000 Arbeitsplätze im ITK-Sektor.

Auch Mummert Consulting geht von einer freundlicheren Marktentwicklung der Branche aus. So haben die Marktforscher ermittelt, dass in diesem Jahr rund 30 Prozent der Firmen planen, mehr Geld in die Informationstechnologie und die Telekommunikation zu investieren. Aktuelle Wachstumshoffnungen der Unternehmen sowie ein aus der jüngsten Vergangenheit resultierender Investitionsstau werden dabei als wichtigste Argumente für die positive Marktentwicklung ins Feld geführt. Die Zielsetzungen für die IT-Investitionen gelten dabei vor allem der Wertschöpfung: So sollen laut Mummert für 78% der Unternehmen die neuen IT-Projekte vor allem dazu dienen, die Effizienz und Produktivität zu steigern. Rund zwei Drittel der Unternehmen setzen zudem auf Kostenersparnisse durch eine Verbesserung ihrer Geschäftsprozesse. Kein Wunder also, dass vor allem Themen wie Enterprise Ressource Planning (ERP) ganz oben auf der Agenda der Unternehmen anzutreffen sind.

Auch der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) mag sich den verhalten optimistischen Prognosen nicht verschließen und betont, dass der ifo-Geschäftsklima-Index für die Digitale Wirtschaft deutlich darauf hindeute, dass es sich bei der beobachteten Konjunkturbelebung für die Branche keineswegs um ein Strohfeuer handle. Vor verfrühtem Optimismus wird seitens des Verbandes dennoch gewarnt. So ist nach Auffassung von dmmv-Präsident Arndt Groth (Interactive Media CCSP GmbH) die aktuelle Trendwende kein Selbstläufer: „Für ein stabiles Wachstum in der Digitalen Wirtschaft sind dringend Investitionen erforderlich. Politik und Wirtschaft müssen hier an einem Strang ziehen. Die Integration von ITK-Lösungen in Geschäfts- und Verwaltungsabläufe, die Qualifikation von Mitarbeitern sowie die Verbesserung der Bildungssituation sind dabei die wichtigsten Punkte, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen zu verbessern.“

Der dmmv nimmt dabei den Ball auf, den mehr oder weniger alle Interessenvertreter im Rahmen ihrer CeBIT-Verlautbarungen in Richtung Politik bewegten und den der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) am nachhaltigsten anstieß. Denn der VDE sieht Wachstum und Innovationen in der Branche durch Expertenmangel akut gefährdet. Er verweist auf einen stagnierenden Ausbildungsstand und auf die Tatsache, dass sich der Expertenmangel bei anziehender Konjunktur eher noch verschärfen werde. Da scheint es nur folgerichtig, dass die Verlagerung von Tätigkeiten ins Ausland auch künftig ein Thema bleibt, wenngleich der Arbeitsmarkt hierzulande davon laut BITKOM nicht negativ berührt werde. Walter Raizner, IBM Deutschland, lässt sich in diesem Zusammenhang in der Financial Times Deutschland wie folgt zitieren: „Die IT-Branche hat im letzten Jahr 70.000 Arbeitsplätze eingebüßt. Offshoring ist ein Thema für jede Industrie und jede Branche.“ Insbesondere Länder wie Indien, China, Rumänien oder Russland böten hierfür optimale Rahmenbedingungen sowie Software-Entwickler, die nur etwa ein Drittel des Gehalts eines deutschen Beschäftigten verdienten.

Es lässt sich also festhalten: Für die Marktteilnehmer scheint die Zeit des allergrößten Darbens zunächst einmal beendet, wenngleich das Marktwachstum kaum zu einem neuen Boom führen dürfte. An der bestehenden Arbeitsmarktsituation wird indes auch der zarte Aufschwung wenig ändern.

Autor: Ralf Koyro

Über Anregungen und Kritik freut sich die Redaktion

Artikel drucken | Artikel empfehlen


Zum gleichen Thema:

Unternehmen vergeuden Milliarden durch IT-Ausfälle 16.01.2004 - IT-Investitionsbereitschaft kehrt langsam zurück
Unternehmen vergeuden Milliarden durch IT-Ausfälle 11.12.2003 - Deutsche IT-Ausgaben sinken im kommenden Jahr
Unternehmen vergeuden Milliarden durch IT-Ausfälle 24.11.2003 - Outsourcing-Welle treibt IT-Investitionen
Unternehmen vergeuden Milliarden durch IT-Ausfälle 30.10.2003 - IT-Trends 2003 - Die Reise geht weiter
Unternehmen vergeuden Milliarden durch IT-Ausfälle 02.10.2003 - Unternehmen vergeuden Milliarden durch IT-Ausfälle


Mehr News | Spotlights zum Thema 'It-Branche'


... zum Archiv

 

ECIN Shop: Workshops, Reports und mehr

ECIN Reports Reports Alle ... leer

Shoplösungen im Vergleich
57 Lösungen, 415 Seiten Pdf, Preis: 99,- € zzgl. MwSt. mehr ...

Katalog-Management-Systeme
27 Lösungen, 250 Seiten Pdf,  Neuer Preis: 49,- € zzgl. MwSt. mehr ...

News

Top-Level-Domain “.tel.“ geht an den Start Top-Level-Domain “.tel.“ geht an den Start

Verschwendungen bei IT-Projekten Verschwendungen bei IT-Projekten

Kostenloser Such-Server von Microsoft Kostenloser Such-Server von Microsoft

Online-Videos werden immer beliebter Online-Videos werden immer beliebter

ECIN eBusiness Blog

Artikel lesen Cloud Computing bringt frische Luft in die Highlands

Artikel lesen Geld machen mit Social Networking

Know-how

Mit Open Source die Schulbank drücken Mit Open Source die Schulbank drücken

ICT auf den richtigen Weg gebracht ICT auf den richtigen Weg gebracht

Der Quickfinder eBusiness verzeichnet Einträge von über 1000 IT-Dienstleistern.

Relevante Bücher können Sie über das Bücherbord direkt bei Amazon bestellen.

 

 

© FTK Dortmund |2008 | Impressum

KontaktNewsletter AbosWerben Sie im Electronic Commerce Info Net